Bővebb ismertető
Vorwort Es gibt wohl nur wenige medizinische Fachbezeichnungen, die eine so groBe Publizitát in der Bevölkerung habén wie das Wörtchen StreB. Und damit verbunden gibt es vielfáltige und unterschiedliche Vorstellungen, Ansichten, Auffassungen und Meinungen über den StreB. Der eine behauptet, StreB sei für ihn das Salz des Lebens. Der andere fühlt sich durch StreB überfordert. Wieder ein anderer verbindet mit dem Begriff StreB Vorstellungen über einen bevorstehenden Herzinfarkt oder über herannahende Neurosen. Bei manchen Menschen ist es schon zur Gewohnheit geworden, taglich Anklage gegen den bedrohlichen EinfluB des Stresses zu erheben. Gerade diejenigen, die oft über Zeitmangel klagen, finden - háufig mit erhöhtem Blutdruck und erhöhtem Adrenalinspiegel - oft viel MuBe für allerlei Betrachtungen über ihre stressenden Mitmenschen und über streBfördernde Umweltbedingungen. Dabei kommen sie immer wieder zu dem SchluB, daB uns der StreB in allén Lebensbereichen und bei allén Tátigkeiten - ob in der Arbeitszeit oder in der Freizeit - verfolgt, bis hin zum Fernsehen und zum Autofahren; sogar Angsttráume sind nicht ausgenommen. Und bei solchen Gedanken produzieren die Betreffenden einen neuen, nicht ungefáhrlichen StreB, námlich die Angst vor dem StreB. Ist eine derartige Bilanz über die gesundheitsgefáhrdende Wirkung des Stresses wissenschaftlich begründet? Wenn ja - sind wir solchen Einflüssen wehrlos ausgesetzt? Die Statistiken weisen aus, daB die durch emotionalen StreB verursachten chronischen psychonervalen Erkrankungen und die über Störungen der Nervenprozesse ausgelösten Regulationskrankheiten immer starker in den Vordergrund rücken. Der Anteil der an Neurosen oder an neurotischen Erscheinungen leidenden Menschen wird in den hochindustrialisierten Lándern auf 15 bis 30 Prozent der Bevölkerung geschátzt. Eine sachliche Analyse érgibt jedoch auch, daB der gröBte Teil der Bevölkerung nicht an diesen Krankheiten leidet, obgleich er im Grundé genommen den gleichen StreBeinflüssen ausgesetzt ist. Aus dieser Feststellung ergeben sich sehr viele Fragen, zum Beispiel: Kann sich der Mensch an StreBeinflüsse gewöhnen? Kann er durch seine Lebensführung stressende Einflüsse neutralisieren? Gibt es Menschen, die empfindlicher auf StreBeinflüsse reagieren als andere oder die eine gröBere Widerstandsfáhigkeit dem StreB gegenüber aufbringen? Was verstehen wir eigentlich unter StreB? Der Autor der vorliegenden Schrift hat darauf ausführlich geantwortet. Dennoch sei an dieser Stelle gesagt: Der Organismus des Menschen unterliegt dem Prinzip der Erhaltung der Energie, so daB bei jeder Tátigkeit die Handlungen mit dem geringsten Kraftaufwand erfolgen. Im Laufe des Lebens bildet sich ein dynamischer Stereotyp, das heiBt ein Komplex von Gewohnheiten und Gewohntem heraus, wodurch die Energie des Organismus sparsam verwertet und zuverlássig vor Überforderungen bewahrt wird. Ein solcher dynamischer Stereotyp entwickelt sich nicht von selbst, sondern wird durch die Lebens-