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VORWORT
Tibor Mikola hat seine Arbeit als akademische Doktorarbeit' 1997 eingereicht und 1998 erfolgreich verteidigt und damit den akademischen Doktorgrad erlangt. Obwohl seine Opponenten János Gulya, Péter Hajdú und Károly Rédei sich über die Arbeit sehr positiv äußerten, war er selbst damit höchst unzufrieden. Über diese Unzufriedenheit wussten seine Kollegen am von ihm geleiteten Institut. In Gesprächen deutete er immer wieder an, dass er die Arbeit vollständig überarbeiten möchte, wozu er jedoch keine Zeit mehr gefunden hat. In den letzten drei Jahren seines Lebens konnte er sich kaum mehr der wissenschaftlichen Arbeit widmen, da ein Großteil seiner Arbeitszeit durch organisatorische und bürokratische Tätigkeiten in Anspruch genommen wurde. Er hoffte, dass nach dem CEFU-IX wieder eine ruhigere Periode in sein Leben zurückkehrt, und er damit wieder die Möglichkeit hat sich auf die wissenschaftliche Arbeit zu konzentrieren. Aber leider ist alles anders geschehen
Es lässt sich leider nicht mehr eruieren, in welchem Maße Tibor Mikola seine Arbeit verändern wollte. Aus diesem Grund habe ich bei der Herausgabe größere inhaltliche und konzeptionelle Veränderungen nicht vorgenommen. So ist die Doktorarbeit im Wesentlichen so veröffentlicht, wie sie von ihm eingereicht worden ist.
Redaktionelle Eingriffe und Veränderungen habe ich nur insoweit vorgenommen, wie hierdurch die Verständlichkeit und Lesbarkeit der Arbeit verbessert wurden.
Zum einen habe ich die ursprünglichen zwei Teile der Arbeit zu einem zusammengefügt. In seiner eingereichten Arbeit hat er die Übersicht über die Formengeschichte nur als Anhang beigefügt, weil er diesen Teil aus einer früheren Arbeit (1988) übernommen hat. Er hat lediglich einige Korrekturen und Ergänzungen vorgenommen, die er im Hauptteil seiner akademischen Doktorarbeit erörtert. Ich habe diese beiden Teile zu einem homogenen Ganzen zusammengefügt, und dabei Mikolas neue Ideen eingearbeitet. Hierdurch hat der Leser ein durchgängiges Werk vor sich, in dem er u. a. Mikolas Korrekturen an der Übersicht über die Formengeschichte eben dort, und nicht an anderer Stelle findet.
Zum anderen habe ich die Bibliographie, die in der ursprünglichen Arbeit nicht vollständig und nur mit Abkürzungen bezeichnet war, vervollständigt.
Außerdem habe ich zur Verbesserung der Benutzbarkeit das Buch um ein Abkürzungsverzeichnis und ein Wortregister erweitert.
' Das ungarische akademische System sieht nach der Habihtation (habilitáció) noch die akademische Doktorarbeit (atiodémiai dotctori értekezés) vor. Erst nach der Erlangung des akademischen Doktorgrades besteht die Mögüchkeit, Mitglied der Ungarischen Akademie der Wisseschaften (MTA) zu werden.