Bővebb ismertető
Zum Geleit Liebe Studierende, liebe Kolleginnen und Kollegen! Zu den ersten Aufgaben eines sein Amt antretenden Rektors záhlt das Verfassen dieses Geleitworts zum Studienführer. An Themen für diese Zeiten herrscht wahrlich kein Mangel; als beherrschendes empfinde ich zur Zeit die Reform der Universitáten, die sich in meiner Beurteilung jedoch nicht nur auf eine Reform der organisatorischen Strukturen beschránken darf. Um Sie in die gegenwártige hochschulpolitische Diskussion einzustimmen, will ich Sie gleich zu Beginn mit einigen Schlagzeilen konfrontieren: „Wissenschaftsministerium abschaffen!" (Die Presse, 13. 3.1991) „Jetzt wollen alle die Universitáten reformieren" (Salzb. Nachrichten, 18. 3.1991) „Reformieren müssen die Universitáten selbst" (Der Standard, 20. 3.1991) Unserem Bundesministerfür Wissenschaft und Forschung, Dr. Erhard Busek-und mit ihm vielen Betroffenen -, erscheint es sinnvoll, eine groBe Reform der UniversitátsOraanisation durchzuführen, und er möchte in einem ersten Schritt alle, die es angeht, einbinden. Wir alle, Studierende, Lehrende und in der Verwaltung Tátige, sind alsó aufgerufen, bei der Erarbeitung von Vorschlágen zu einer Reform aktiv mitzuarbeiten. Erste Konzepte werden zum Zeitpunkt, da dieser Studienführer erscheint, wohl schon vorliegen und intensivdurchdacht und besprochen werden müssen. Meine persönliche Ansicht ist, da(3 nur die dritte der obigen drei Schlagzeilen das Geheimnis eines möglichen Erfolges in sich trágt, und ich bin zuversichtlich, daB wir auf diesem Wege, durch Selbst-Analyse und Selbst-Organisation, zu mehr Qualitát und Effizienz in der Lehre, der Forschung und der Verwaltung kommen können. Mein Optimismus ist nicht unbegründet: Ich schreibe diese Geleitworte nach einer ersten Arbeitssitzung mit Studierenden, Universitátslehrern und Verwaltungsbeamten unserer Universitát, bei der wir eine groBe Zahl von Themen als gemeinsame Leitlinien für eine Reform unserer Universitát benennen konnten: • Beibehaltung und Ausbau von Mitbestimmung und Demokratisierung nach MaBgabe von Sachkompetenz und Betroffenheit • Stárkung der Autonomie durch Verlagerung der Entscheidungskompetenz an die Technische Universitát Graz in folgenden Bereichen: - Budgetangelegenheiten - Planstellenverteilung - Laufbahnentscheidungen - Berufungsentscheidungen • Schaffung einer zeitgemá Ben und effizienten Infrastrukturzur Bewáltigung dieser neuen Aufgaben durch Anpassung der organisatorischen und administrativen Strukturen an den Aufgabenbereich und die GröBe unserer Universitát • Einbindung der Technischen Universitát Graz in transparent zu gestaltende Entscheidungen des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung hinsichtlich Zuteilung von Planstellen und Budgetmitteln an die Universitáten und Kunsthochschulen Von einer Technischen Universitát Graz, die geschlossen hinter der Sinnhaftigkeit dieser Leitlinien steht, kann auch eine hohe Bereitschaft zur Mobilisierung ihrer Fáhigkeiten zur Selbstorganisation und zur Übernahme von Verantwortung erwartet werden. Hartmut Kahlert, Rektor