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Aus dem Tagebuch der Christina von RothenfelsStunden der AngstSkandal um eine Entführung im GrafenschloBInga, die kleine Tochter unse-rer Trainerin Britta Jensen, ist nach wie vor verschwunden! Britta ist natürlich aufier sich, genau wie alle anderen im Schlofi. Wenn ein fünfjahriges Madchen an keinem der Orte ist, wo es sich normalerweise auf-halt, ist das ein Grund zu höch-ster Besorgnis, gerade in diesen Zeiten. Mein Mann Albert und ich habén uns sofort an der Su-che beteiligt, als wir von Britta hörten, dajl sie ihre Tochter nicht finden kann, aber nirgends war eine Spur von der Kleinen zu finden. Inga hat eine Weile draujien im Schlojlhof gespielt, wie so oft. Viele habén sie gese-hen und auch mit ihr gesprochen - und dann auf einmal war sie weg. Von da an verliert sich ihre Spur. Niemand kann sich daran erinnern, wann sie verschwunden ist.Mittlerweile sind drei Stunden vergangen, seit Britta zu mir ins Zimmer gestürzt kam, um michzu fragen, ob ich etwas über In-gas Verbleib wisse. Das war lei-der nicht der Fali. Wolf, Brittas Verlobter und zugleich einer von Alberts Cousins, ist sofort. ge-kommen. Er wird Britta eine Stütze sein, hoffe ich, obwohl er selbst aussieht wie ein Gespenst. Inga ist langst wie eine Tochter für ihn, die Sorge um sie steht ihm ins Gesicht geschrieben.Eigentlich hatte ich in aller Ruhe in mein Tagebuch schreiben wollen, doch nun ist mir die Lust dazu vergangen. Albert hat die Polizei benachrichtigt, mehrere Beamte werden das ganze um-liegende Gelande systematisch durchsuchen.Jetzt ist es Samstag Mittag, es wird zum Glück noch eine ganze Zeitlang hell sein. Ich hoffe nur, sie finden Inga vor Einbruch der Dunkelheit, und die ganze Auf-regung stellt sich als unnötig her-aus. Andererseits: Inga ist kein Madchen, das einfach weglaufen würde. Sie versteckt sich gern,