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Vorbemerkung
Im Jahre 1786 bezwangen zwei Bergsteiger zum ersten Mal den höchsten Gipfel der Alpen, den 4810 Meter hohen Montblanc: Das war der Anfang des sportlichen Bergsteigens, der Durchforschung und Eroberung der Hochgebirge in allen Teilen der Welt. Heute, fast zwei Jahrhunderte nach jener ersten Besteigung des Montblanc, sind die höchsten Berge der Erde bezwungen. Der Mensch ist Sieger geblieben im Kampf gegen die Natur, gegen Eiswände und Gletscherspalten, gegen Schneestürme und klirrende Kälte. Am 29. Mai 1953 umarmten sich auf dem Gipfel des Mount Eve-rest der Neuseeländer Edmund Hillary und der Nepalese Tensing Norkey: durch die Brillengläser ihrer Sauerstoffmasken blickten sie aus einer Höhe von 8848 Metern, vom höchsten Berg des Himalaja herunter, der tibetisch Tschomolungma heißt, „Göttinmutter der Berge" - er ist der höchste Berg der Erde überhaupt.
Die in diesem Band vereinten Geschichten lassen uns an vielen abenteuerlichen Bergbesteigungen teilnehmen, an gefährlichen Expeditionen und schwierigen Erkundungen. Und fast immer sind es die Bergsteiger selbst, die von ihren Erlebnissen berichten. Sie kommen aus vielen Ländern, aus England z. B., der Tschechoslowakei und Österreich, aus der Sowjetunion und nicht zuletzt aus unserer Republik. Wir begleiten sie auf ihrem Weg in die Alpen und den Kaukasus, in den Himalaja (was in der altindischen Sprache „Heimat des Schnees" bedeutet), in die südamerikanischen Anden und in das „Himmelsgebirge" an der Grenze zwischen der Sowjetunion und der Volksrepublik China. Bei diesen abenteuerlichen Expeditionen, denen manchmal auch ein Schuß Romantik nicht fehlt, lernen wir die Schönheit und den Glanz der Bergwelt kennen, ihre Erhabenheit, aber auch ihre eisige Härte und ihre düsteren Schrecken. Vor allem aber lernen wir die Menschen kennen, die diese Bergwelt entdecken und erkunden wollten, die bei ihrem Gipfelsturm oft sportliche Leistung mit wissenschaftlicher Forschung verbanden. Man hält zusammen, man weiß, man kann sich aufeinander verlassen. Der einzelne ist Teil eines großen Ganzen, nur auf diese Weise konnten die höchsten Berge der Erde bezwungen werden.
Immer wieder brechen Menschen zu den Gipfeln auf, trotz aller Gefahren, trotz aller Opfer auch, die das Gebirge gefordert hat. Heute hilft den