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Hans Christoph Binswanger - Subsidiarität [antikvár]
 
Vorwort der Herausgeber Die gegenwärtige Diskussion über Subsidiarität schöpft aus zwei Quellen. Die ältere Quelle ist die katholische Soziallehre. In der Sozialenzyklika "Quadragesimo anno" (1931) fand das Subsidiaritätsprinzip die klassische Umschreibung: "Wie dasjenige, was der Einzelmensch aus eigener Initiative und mit seinen eigenen Kräften leisten kann, ihm nicht entzogen und der Gesellschaftstätigkeit zugewiesen werden darf, so ver-stösst es gegen die Gerechtigkeit, das, was die kleineren und untergeordneten Gemeinwesen...
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Vorwort der Herausgeber Die gegenwärtige Diskussion über Subsidiarität schöpft aus zwei Quellen. Die ältere Quelle ist die katholische Soziallehre. In der Sozialenzyklika "Quadragesimo anno" (1931) fand das Subsidiaritätsprinzip die klassische Umschreibung: "Wie dasjenige, was der Einzelmensch aus eigener Initiative und mit seinen eigenen Kräften leisten kann, ihm nicht entzogen und der Gesellschaftstätigkeit zugewiesen werden darf, so ver-stösst es gegen die Gerechtigkeit, das, was die kleineren und untergeordneten Gemeinwesen leisten und zum guten Ende führen können, für die weitere und übergeordnete Gemeinschaft in Anspruch zu nehmen; zugleich ist es überaus nachteilig und verwirrt die ganze Gesellschaftsordnung. Jedwede Gesellschaftstätigkeit ist ja ihrem Wesen und Begriff nach subsidiär, sie soll die Glieder des Sozialkörpers unterstützen, darf sie aber niemals zerschlagen oder aufsaugen." (Nr. 79) Ein Blick in die Literatur fördert das verblüffende Ergebnis zutage, dass das Subsidiaritätsprinzip vor allem im deutschen Sprachraum aufgegriffen worden ist. Grosse fremdsprachige Lexika wie etwa der "Grand Dictionnaire Encyclopédique Larousse" (1985) oder die "Encyclopaedia Britannica" (1991) enthalten kein entsprechendes Schlagwort. Das mag damit zusammenhängen, dass die Vordenker und Nachdenker des in der katholischen Soziallehre entwickelten Subsidiaritätsprinzips überwiegend aus Deutschland, Österreich und der Schweiz stammen (Gundlach, Nell-Breuning, Messner, Utz u.a.). Hauptstossrichtungen der katholischen Soziallehre sind die Stellung von Familie und Kirche in Gesellschaft und Staat. Die jüngere Quelle ist der Maastrichter Vertrag (1992). Darin wird der Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft wie folgt ergänzt: "In den Bereichen, die nicht in ihre ausdrückliche Zuständigkeit fallen, wird die Gemeinschaft nach dem Subsidiaritätsprinzip nur tätig, sofern und soweit die Ziele der in Betracht gezogenen Massnahmen

Termékadatok

Cím: Subsidiarität [antikvár]
Szerző: Hans Christoph Binswanger , Rocco Buttiglione Thomas Bruha
Kiadó: Nomos Verlagsgesellschaft
Kötés: Fűzött kemény papírkötés
Méret: 150 mm x 230 mm
Hans Christoph Binswanger művei
Rocco Buttiglione művei
Thomas Bruha művei
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