Bővebb ismertető
Einführung
Menschen sind in den Weltenraum vorgestoßen. Weit verbreitet ist die Meinung, daß es auf unserer Erde kaum nodi etwas zu erforschen und entdecken gäbe. Und doch sind unsere Kenntnisse über die Ozeane und Kontinente noch recht unvollständig. Bei der Erwähnung von Südamerika drängen sich vielen Menschen Vorstellungen auf von großen Städten, geheimnisvollen Urwäldern, hohen Bergen, Indianern und wilden Tieren.
Der südamerikanische Kontinent erstreckt sich vom karibischen Raum bis zum sturmumtosten Kap Horn, er ist kleiner als Afrika, aber dieser Kontinent beherbergt den größten tropischen Regenwald, den riesigsten Fluß und die längste zusammenhängende Bergkette auf unserem Planeten. Außerdem begegnen wir in Südamerika den verschiedensten Landschaftstypen: Windgefegten Ebenen mit Gras und Busch in Patagonien, riesigen Pampas in Mittelargentinien, Savannen im Chaco, Wüsten an den Küsten von Chile und Peru, gemäßigten Urwäldern an der südlichen Kordillere. Südamerika ist ein Kontinent der extremen landschaftlichen und klimatischen Gegensätze, diese Vielfältigkeit hat Pflanzen und Tieren unzählige Entwicklungsmöglichkeiten gegeben.
Die südamerikanische Flora und Fauna gehört zu den reichhaltigsten und eigenartigsten auf der Erde, viele der dort lebenden Pflanzen- und Tiergruppen sind auf anderen Kontinenten überhaupt nicht vertreten. In früheren Epodien der Erdgeschichte waren diese Besonderheiten Südamerikas noch weit auffälliger. Heute wissen wir sicher, daß Südamerika ungefähr 70 Millionen Jahre lang von allen anderen Kontinenten getrennt war; erst vor 2—3 Millionen Jahren wurde wieder über die mittelamerikanische Landbrücke eine feste Verbindung nach Norden errichtet. Vor und während der Isolation gelangten verschiedene Tiergruppen auf ungewöhnlichen Wegen nach Südamerika, völlig unabhängig von anderen Kontinenten entwickelten sie eine Fülle von eigenartigsten Formen. Die heute lebenden Ameisenbären, Faultiere, Gürteltiere, Affen, viele Nagetiere, und die Beuteltiere sind Nachfahren dieser Formen. Die bekannten Raubkatzen, Wildhunde, Hirsche, Tapire, Kamelverwandten gelangten erst nach der Landverbindung aus dem Norden nach Südamerika; sie verdrängten viele der alteingesessenen Formen. Die Geschichte von Pflanzen und Tieren in Südamerika gehört zu den spannendsten Kapiteln der Evolution, und seit Darwin zog es immer wieder viele Forscher zu diesem Kontinent.
Menschen gelangten erst spät nach Südamerika, sie fanden nur noch Reste der einstmals vielfältigen eigenartigen Fauna vor. Aber auch die menschliche Geschichte in Südamerika ist faszinierend. Lange vor Ankunft der Europäer und unabhängig von Eurasien gewannen die Indianer aus Wildpflanzen und Wildtieren Kulturpflanzen und Haustiere, sie entwickelten Hochkulturen und errichteten riesige Reidie.
In diesem Buch stellt uns Marston Bates Südamerika vor, er führt uns durch seine LandsAaften und gewährt uns einen Einblick in die Vielfältigkeit der Pflanzen und Tiere. Bates macht uns aber auch vertraut mit den vielen ungelösten Fragen dieses Kontinents und verdeutlicht uns, wie viele Aufgaben dem Menschen auch noch auf unserer Erde gestellt sind.
Professor Dr. Manfred Röhrs Zoologisches Staatsinstitut und Museum, Universität Hamburg