Bővebb ismertető
Auf dem südlíchsten Punkt Attikas, Kap Sunion, einem von den Winden gepeitschten, steilen Felsvorsprung über dem Ágáischen Meer, erhebt sich eines der eindrucksvollsten von allén bis in unsere Tage erhaltenen Baudenkmálern der klassischen Epoche. Es ist der Tempel des Poseidon, der kurz nach der Mitte des 5. Jahrhunderts v. Chr. errichtet wurde, das heiBt alsó in derselben Zeit, in der man mit dem Bau der groBen Werke auf der Athener Akropolis begonnen hatte. Wie die archáologische Forschung gezeigt hat, war er weder der erste Tempel an dieser einzigartig schönen Stelle noch auch der einzige in diesem Gebiet, denn in relatív geringer Entfernung davon lag der Bau des Heiligtums der Göttin Athená. Wie er jedoch dort auf dem höchsten Punkt der Gegend steht, beherrscht er - selbst in seiner heutigen, fragmentarischen Gestalt - den ihn umgebenden Raum, so daB man sich leicht vorstellen kann, wie er dem Bild seiner Umgebung erst recht zu seiner Zeit seinen Stempel aufgedrückt habén muJ3, damals, als zahllose Pilger hierher nach Sunion zu den beiden benachbarten Heiligtümern wallfahrteten. Meist kamen sie vermutlich aus den verschiedenen Teilen Attikas, seltener von weiter her, mehr oder weniger ermüdet, je nach der Entfernung, der Möglichkeit zur Benutzung eines Transportmittels und der Intensitát der attischen Sonne, der sie unterwegs ausgesetzt waren. Heute kommen unzáhlige Besucher aus allén Teilen der Welt nach Kap Sunion. Die Gründe, die sie dort hinführen, sind freilich andere* ebenso wie die Bedingungen andere sind, unter denen man heute nach Sunion gelangt über die beiden StraBen, die es - rasch und bequem - mit Athén verbinden und die die Möglichkeit bieten, nicht zweimal dieselbe Fahrt zu wiederholen, sondern zwei völlig verschiedene Ansichten von Attika kennenzulernen: seine SüdwestKüste, wenn man der KüstenstraBe folgt (67 km), und sein Inneres, wenn man die áltere StraBe nimmt (64 km), die durch die groBen Dörfer der Mesogia-Ebene führt. Wer mit dem Schiff vom Piráus aus in Richtung Osten fáhrt, wartet stets auf den Augenblick, in dem er die Saulén des Poseidon-Tempels von weitem weiB aufleuchten oder schwach schimmern sieht, je nach der 6. Kap Sunion mit dem Poseidon-Tempel auf seinem Gipfelplateau