Bővebb ismertető
Harald Pühl Einleitung
Vorbemerkungen
Der Supervisionsbegriff ist inzwischen so schillernd, daß nicht immer deutlich wird, was darunter zu verstehen ist. Das hängt zum einen sicherlich damit zusammen, daß die soziale Akzeptanz dieser Beratungsform enorm zugenommen hat, und zum anderen damit, daß Supervision über ihre ursprünglich sehr engen Anwendungsfelder hinausgewachsen ist.
Während es vor zwölf Jahren nur zwei Bücher zu diesem Thema gab, sind inzwischen zahlreiche Veröffentlichungen auf dem Markt. U. a. gibt es allein im deutschsprachigen Raum drei Handbücher zur Supervision (Fatzer/Eck, 1990; Pühl, 1990,1994) und drei Fachzeitschriften, einen deutschen, österreichischen und schweizerischen Berufsverband für Supervisoren (Adressen s.S.241). Kurz gesagt: Supervision ist modern und liegt im Trend der Zeit. Es gibt einen wahren Supervisionsboom, und ein Ende ist - trotz aller Prophezeiungen - nicht abzusehen. Was vor etwa 75 Jahren in den Helferberufen seinen Anfang nahm, stößt inzwischen auch in der Industrie, der Verwaltung und dem Gewerbe auf zunehmendes Interesse. Das hat seinen Grund ganz sicherlich in dem zunehmenden Druck, unter dem sich die Institutionen bzw. Organisationen befinden: Sie müssen sich neuen Gegebenheiten und Vorgaben anpassen. Damit hat sich auch der Blick der Supervision grundlegend verändert: Kreisten früher die Fragen stärker um die Integration therapeutischer Konzepte in die Supervision und damit um die Abgrenzung von Supervision und Therapie, liegt heute das Augenmerk eindeutig auf dem Verständnis institutioneller Prozesse, und damit stellt sich die Abgrenzungsfrage neu, nämlich zwischen Supervision und Organisationsberatung.
Den Blick auf das Institutionelle will das vorliegende Buch aus sehr unterschiedlichen Richtungen beleuchten. Dabei geht es nicht
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