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Johannes Brahms - Symphonie IV. [antikvár]
 
.Und daa Gesetz nur kann uns Freiheit geben." Z)iese Worte des reifen Goethe könnten Brahms" e-moll Symphonie als Motto vorangestellt werden. Denn der Meister zeigt sich kaum in einem zweiten Werk so streng gebunden und gleichzeitig auch so gelöst und frei. Die Kormensprache der e-moll Symphonie ist vielfach längst entschwundenen Zeiten entlehnt: dessenungeachtet wirkl sie überraschend kühn und neu. Die Symphonie entstand in Mürzzuschlag (Steiermark). Die beiden ersten Sütze wurden im Sommer des Jahres 1881, der drille und vierte im...
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.Und daa Gesetz nur kann uns Freiheit geben." Z)iese Worte des reifen Goethe könnten Brahms" e-moll Symphonie als Motto vorangestellt werden. Denn der Meister zeigt sich kaum in einem zweiten Werk so streng gebunden und gleichzeitig auch so gelöst und frei. Die Kormensprache der e-moll Symphonie ist vielfach längst entschwundenen Zeiten entlehnt: dessenungeachtet wirkl sie überraschend kühn und neu. Die Symphonie entstand in Mürzzuschlag (Steiermark). Die beiden ersten Sütze wurden im Sommer des Jahres 1881, der drille und vierte im Sommer des Jahres 1885 geschrieben. RaUl nach der Vollemlung schrieb Brahms an Hans v. Bülow: »Ein paar Entr actes liegen da — was man so zusammen gewöhnlich eine Symphonie nennt. Unterwegs auf den Konzert fahrten mit den Meiningern habe ich mir oft mit Vergnügen ausgemalt, wie ich sie bei Euch hübsch und Ijehaglich probierte, und das tue ich auch heute nocli — wobei ich nebenbei denke, ob sie weiteres Publikum kriegen wird. Ich fürchte nämlich, sie schmeckt nach dem hiesigen KUm"a — die Kirschen werden hier nicht süß. die wüidest Du nicht essen!" Aus diesen launigen Zeilen bpricht mehr als die übliche, ein wenig hinterhältige Bescheidenheit, welche Brahms hei jedem neuen Werk an den Tag zu legen liebte. Der Meister. der die herbe Eigenart seiner Komposition recht wolil erkannte, hegte allen Ernstes Bedenken, die Symphonie würde weiteren Kreisen unzugänglich bleiben. Und diese Angst wurde von den treuen Freunden weit eher genährt als zerstreut. Hanslick rief nach der ersten Bekanntschaft mit dem Einleitungssatz ganz unglücklich aus: „Den ganzen Satz über hatte ich die Empfindung, als ob ich von zwei schrecklich geistreichen Leuten durchgeprügelt würde" und der erprobte Freund und nachmalige Biograph Kalbeck riet dem Meisterallen Ernstes den 3. Satz „In den Papierkorb zu werfen", den 4. Satz als selbständiges Variationenwerk herauszugeben und zu den beiden ersten Sätzen ein neues Scherzo und Finale zu komponieren. Glücklicherweise ließ Brahms sich nicht beirren und der begeisterte Beifall. mit dem die Symphonie bei ihrer Uraufführung durch das Meininger Orchester (25. Oktober 1885) aufgenommen wurde, bewies, daß die Befürchtungen der Freunde unbegründet waren. Der erste Satz zeigt besonders deutlich die von den Freunden gerügte „Und das Gesetz nur kann uns Freiheit geben" ("Lawfulness alone means freedom") — this word of the mature Goethe might well be considered the motto for Brahms' Symphony in E minor. For perhaps in no other work of his does Bralims appear more strictly confined and yet so free: formally the idiom of the E minor symphony is largely borrowed from periods long past, and yet Us effect is surprisingly bold and novel. The symphony was written at Mürzzuschlag (Styria. Austria). Tlie first and second movement Brahms composed during the summer of 1884, the third and fourth in the summer of 1885. Soon after the completion of the symphony, Brahms wrote to Hans von Bülow: "A few Entr'actes are lying here ready — the thing that one usually calls a sympliony. While on tour with the Meiningers I often Indulged with pleasure in imagining how nicely and cozlly I would practice them with you, and that I am again thinking now — at the same time pondering whether the symphony will find more of a public. I fear it smacks of the climate of this country — the chf'rrles are not sweet híre and you would certainly not eat them!' These humorous words echo more than the u.sual, somewhat ambiguous mode.sty which Brahms liked to manifest in connection with each of his new works. The master fully recognized the stern character of the work and earnestly feared that the new symphony might not be accessible to the general public. Sucli fear was intensified rather than silenced by his faithful friends. Hanslick, on hearing the first movement, cried in despair: "All through the movement 1 had the stn.sation of heliiR beaten up t»y two terribly clevír men", und Kalbeck. Brahms" well-tt led friend and later liis biographer, seri" ously advi.se«! Brahms to "throw the third movement Into the waste-paper baskef.to publish the fourth movement as an Independent Variation work and to compose a newScherzo and Finale to go with the first two movements. Fortunately, Brahms remained deaf to all such advice, and the enthusiastic reception of the first performance, by the Melningen orchestra on Octot)er 2.')th, 1885, proved the fears of Brahms" friends unfounded. The first movement reveals with particular clearness the concentration of the musical workmanship — which combined with a powerful grandeur of conception makes this movement as impressive in its entirety as in its

Termékadatok

Cím: Symphonie IV. [antikvár]
Szerző: Johannes Brahms
Kiadó: Universal Edition-Editio Musica
Kötés: Ragasztott papírkötés
Méret: 140 mm x 190 mm
Johannes Brahms művei
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