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BEETHOVEN, SYMPHONIE No.2, D DUR, OP.36
In der Zeit, wo Beelhoven bereits die schwersten Sorgen um sein Gehör hatte, kurz bevor er sein erschütterndes, tieftrauriges Testament vom 6. Oktober 1802 niederschrieb, muß die als Nr 2 veröffentlichte Symphonie op. 36 in Ddur in Heiligenstadt, einem Dorfe bei Wien, ihrer Vollendung entgegengereift sein. Skizzen zum ersten Satz, die sich zwischen Entwürfen zu den Klavier-Violin-Sonaten op.23 und 24, den Klavier-Sonaten op. 26 und op. 27 Nr 1, sowie zu dem Ballett „Die Geschöpfe des Prometheus" op. 43 finden, hat G. Nottebohm, Zweite Beet-hoveniana (1887) S. 243 ff. veröffentlicht. „Sie erreichen die endgültige Form nicht, kommen derselben jedoch im ganzen so nahe, dagi daraus auf vorhergehende Arbeiten zu schließen ist." Skizzen zum Larghetto scheinen nicht mehr erhaben zu sein, ebenso zum Scherzo. Thayer-Deiters-Riemann II, 375 kann ich nicht beipflichten, beziehe die dort mitgeteilte Skizze nicht auf das Trio des Scherzos dieser Symphonie, sondern auf
das Andante der in Cmoll, wie z. B. auch Grove. In dem sogenannten Keßlerschen Skizzenbuch, das von Nottebohm 1865 größtenteils veröffentlicht worden ist, finden sich mehrere Entwürfe zum letzten Satz, deren letzter die endgültige Fassung festlegt.
Die erste Aufführung der Symphonie, deren Originalniederschrift leider verlorengegangen ist, fand am 5. April 1803 in einem eigenen Konzert des Tonsetzers statt. Wenn dessen Bruder Karl den Leipziger Musikverleger Härtel auf eine bald fertig werdende Symphonie am 28. März 1802 hinweist') und auf eine Anfrage des Bonner Musikverlegers N.Simrock von einerSymphonie am 23.No-vember 1802 schreibt, wenn er Härtel wieder am 22. Januar 1803 vergeblich eine große Symphonie angeboten hat,und wenn Beethoven am 25. Mai 1803 an den Bonner Musikverleger N. Simrock schreibt: „Dann können Sie auch eine große Sinfonie allein um 400 fl. (Gulden) haben", so kann sich dies nur auf die zweite beziehen.
Die Briefe Karls von Beethoven an Breitkopf & Härtel sind von Hugo Riemann im III. Anhang zu der2. Auflage des bereits fertig gedruckt gewesenen 2. Bandes von Thayer-Deiters, Beethovens Leben mitgeteilt worden. Im ersten schreibt er: „Ferner werden wir in 3—4 Wochen eine große Symphonie und ein Konzert für das Klavier haben. Über diese beiden letzten Stücke bitte ich mir gelegentlich Ihre Meinung, aber über das erstere bitte ich Sie etwas zu eilen, indem wir es gern bald in Druck sehen möchten, weil es eines von meines Bruders vorzüglichsten Werken ist." Am 22. April 1802 schreibt Karl van Beethoven u. a.: „Wegen der Symphonie und dem Konzert bitten wir Sie noch etwas zu warten, weil wir sie noch in einer Musik zu brauchen denken."
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