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BEETHOVEN, SYMPHONIE No 8, F DUR, OP. 93
Sinfonia Lintz im Monath October 1812
steht auf der in der Musikabteilung der Preufeischen Staatsbibliothek zu Berlin befindlichen Originalhandschrift der Partitur der 8. Symphonie Beethovens, die dieser gegen seine Gewohnheit nie-mandem zugeeignet hat. Begonnen ist das Werk (das in seinem Briefe an Peter Salomon vom 1. Juni 1815 als eine kleinere Symphonie im Gegensatz zu der grojjen in Adur bezeichnet worden ist, trotzdem er sonst besonders viel von ihr gehalten hat) unmittelbar nach der siebenten, sicherlich bevor diese zum Abschlufr gebracht worden war. Vorarbeiten iinden sich dazu in dem sogenannten Petterschen Skizzenbuche, das nach Thayers Ansicht schon 1809 begonnen ist, wáhrend Nottebohm wohl richtiger die ersten Eintragungen erst ins Jahr 1811 setzt. Diese Skizzen zu sámtlichen Sátzen stehen vor denen zu der als op. 96 veröffentlichten Sonate für Klavier und Violine, die schon am 29. Dezember 1812 beim Erzherzog Rudolf gespielt worden ist. Wenn Beethoven in einem bei Breitkopf & Hártel in Leipzig am 1. Juni 1812 angelangten Briefe gescjirieben hat: „Ich schreibe 3 neue Sinfonien, wovon eine bereits vollendet", so mufj die zweite natürlich die als Nr 8 veröifentlichte gewesen sein.
Sie ist auch eine derbeiden „ganz neuen" Symphonien, die Beethoven im Február oder Márz 1813 dem Kammerprokurator Varena in Graz für ein Wohltátigkeits-konzert zur Verfügung stellt, was er freilich am 27. Mai mit folgenden Worten widerruft: „Gern hátte ich Ihnen 2 ganz neue Sinfonien von mir geschickt, alléin meine jetzige Lage heifjt mich leider auf mich selbst denken, und nicht wissen kann ich, ob ich nicht bald als Landesflüchtiger von hier fort mujj; danken Sie es den vortrefflichen Fürsten, die mich [durch Verkürzung des zu-gesagten Geldbetrags] in dieses Un-vermögen versetzt, nicht wie gewöhnlich für alles Gute und Nützliche wirken zu können." In Stimmen ausgeschrieben muft unsere Fdur-Symphonie bereits am 19. April 1813 gewesen sein, da an diesemTage Beethoven an seinen Freund Zmeskall geschrieben hat: „Vielleicht werden morgen die Sinfonien beim Erzherzog probiert."
Die erste öffentliche Aufführung fand erst in einem eigenen Konzert Beethovens am 27. Február 1814 statt. Nebst einem Dutzend anderer Werke, darunter der Symphonie in A, wurde sie mit Eigentuinsrecht für alle Lander, ausgenommen England, an den Verleger
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