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Franz Liszt - Symphonische Dichtungen für Orchester 7. [antikvár]

Symphonische Dichtungen für Orchester 7. [antikvár]

Franz Liszt, Liszt Ferenc

 
FRANZ LISZT Festklänge Als Liszts »symphonische Dichtungen« erschienen, galten sie als revolutionäre Werke. Man war überrascht gewesen, als der in allen Ländern gefeierte Klaviergott vom Podium abtrat und sich als Kapellmeister in dem kleinen Weimar niederließ; noch mehr aber, als der bis dahin zwar als Komponist bravouröser Klavierstücke und effektvoller Lieder-Transkriptionen gewiß anerkannte Künstler den Anspruch erhob, ernste Werke schaffen zu dürfen. Die Sache sah freilich sehr ungewöhnlich aus und in der Hitze der...
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FRANZ LISZT Festklänge Als Liszts »symphonische Dichtungen« erschienen, galten sie als revolutionäre Werke. Man war überrascht gewesen, als der in allen Ländern gefeierte Klaviergott vom Podium abtrat und sich als Kapellmeister in dem kleinen Weimar niederließ; noch mehr aber, als der bis dahin zwar als Komponist bravouröser Klavierstücke und effektvoller Lieder-Transkriptionen gewiß anerkannte Künstler den Anspruch erhob, ernste Werke schaffen zu dürfen. Die Sache sah freilich sehr ungewöhnlich aus und in der Hitze der Parteifehden suchte man es so darzustellen, als ob es sich hier nicht nur um neue Werke, sondern um Werke aggressiven Charakters handle, die bestimmt seien, alles Vorangegangene zu beseitigen und zu ersetzen. Liszt hat dergleichen natürlich nie gedacht, und hätte man die Sache ruhiger besehen, so hätte man gefunden, daß sie zweifellos ihre Berechtigung — und ihre Beziehungen zu älteren — klassischen Werken hätte. Das »Programm« spukt in der Musik allenthalben. In den kleinen Formen der Klaviermusik ist es in früheren und späteren Zeiten so häufig und in so ausgeprägter Weise zu finden, daß es längst Bürgerrecht hat. Aber auch in den großen Formen liegt es bewußt — oder unbewußt vielen Werken zugrunde. Wir haben hier — wenn wir von poetischen Andeutungen in Beethovenschen Sonaten und Symphonien absehen •— besonders der charakteristischen Ouvertüren zu gedenken, wie Beethovens »Coriolan«, Mendelssohns »Melusine«. Zu diesen Werken ist die Anregung ebenfalls von einem poetischen Gegenstand ausgegangen. Die Themenkontraste im Coriolan sind durch Charaktergegensätze des Dramas, die Wellenlinien der Melusine durch die Stimmung des Märchens bedingt gewesen. — Nur hatten die Schöpfer dieser Werke eine gewisse Scheu, dem Gedanken zuliebe eine der herkömmlichen Formen zu verlassen. Sie suchten einen Kompromiß zwischen Form und Idee, in welcher letztere wohl manchmal zu kurz kam. Richard Wagner ist sogar der Ansicht, daß dies bei Beethovens hochgenialer großen Leonoren-Ouvertüre der Fall sei, weil hier der Form zuliebe eine Wiederholung des Anfanges erzwungen würde, während die Entwicklung — nach der den Konflikt des Dramas schildernden Durchführung — zum Schlüsse dränge. — Hier setzte Liszt ein, indem er in seinen »charakteristischen Ouvertüren«, die er symphonische Dichtungen nannte, von der strengen Beobachtung einer festen Form absah. Darum aber sind diese Werke keinesfalls formlos! Nur Unverstand könnte das behaupten. Liszt wählt nur die Form jedesmal seinem Zweck entsprechend. Da er nun alle seine Themen möglichst einheitlich aus einem Hauptthema zu entwickeln weiß, so ergeben sich für diese symphonischen Dichtungen entweder variationenartige Gebilde, oder, wo der Hauptgedanke von andern unterbrochen ist, rondoähnliche Formen. So frei das alles auf den ersten Blick erscheint, so logisch ist es meist gefügt. Ja wir finden, wenn wir näher hinsehen, daß Liszt der musikalischen Logik und den musikalischen Gesetzen zuliebe das »Programm« umdeutet. So erhalten wir im »Hamlet« nicht etwa eine Darstellung der dramatischen Vorgänge, sondern nur ein musikalisches Stimmungsbild — Hamletstimmungen. — Ahnlich sind in den »Idealen«

Termékadatok

Cím: Symphonische Dichtungen für Orchester 7. [antikvár]
Szerző: Franz Liszt Liszt Ferenc
Kiadó: Breitkopf & Härtel
Kötés: Tűzött kötés
Méret: 140 mm x 190 mm
Franz Liszt művei
Liszt Ferenc művei
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