Bővebb ismertető
Geleitwort
Während für die Registrierung neuer organischer Verbindungen in periodisch erscheinenden Sammelbänden (Beilsteins Handbuch usw.) und laufenden Referaten (Chem. Zentralblatt u. a.) ein gut ausgebautes Instrument besteht, das heute für den Chemiker auf allen Gebieten ein unentbehrliches Hilfsmittel darstellt, existiert etwas ähnliches für die Registrierung der anzuwendenden Methoden nur in Ansätzen. Für den Forscher wie für den Chemiker in der Industrie ist es oft mühsam, sich über die Verfahren zu orientieren, die für neue Synthesen oder Abbauversuche die größte Aussicht auf Erfolg haben. Eine heikle Reaktion wirklich zweckmäßig anzugehen, ist daher häufig nur dem auf engem Fachgebiet besonders routinierten Spezialisten möglich. Betritt er Neuland, so hat er sich oft durch Hindernisse durchzusuchen, durch die andere schon lange einen Weg aufgezeigt haben, der aber im Gestrüpp der Literatur kaum zu finden ist. Von den Methodensammlungen, die ihm dabei helfen wollen, ist die von J. Houben, obwohl veraltet, immer noch die beste, weil sie relativ vollständig ist. Die enormen Schwierigkeiten einer übersichtlichen, irgendwie systematischen Klassierung des behandelten Stoffes sind aber nicht gelöst, es ist oft zeitraubend, eine gesuchte Reaktion darin zu finden, und häufig ist ein und dieselbe an verschiedenen Stellen und in verschiedenen Bänden mehrmals beschrieben. Methodensammlungen, die modernen Ansprüchen wirklich genügen, existieren nur auf eng begrenzten Gebieten, z. B. «Neuere Methoden der präparativen organischen Chemie» (Verlag Chemie 1943) und die von R. Adams herausgegebenen «Organic Reac-tions» (Wiley, New York, bis 1944 zwei Bände). Periodische Nachträge der großen Sammelwerke oder laufende Referate umfassenden Charakters, wie sie sich für die Registrierung der Stoffe als so überaus nützlich erwiesen haben, fehlen ganz.
Herr Dr. Theilheimer hat in dieser Sammlung den Versuch unternommen, die letztgenannte Lücke zu schließen. Dabei begegneten ihm zwei Hauptschwierigkeiten, einmal, die richtige Auswahl zu treffen, und dann die Einführung einer übersichtlichen Klassierung. Eine wirkliche prinzipiell neue Methode wird in der organischen Chemie heute kaum noch alle 10 Jahre entdeckt. Für den praktischen Erfolg sind aber kleine Varianten in der