Bővebb ismertető
VORWORTEin Vorwort hat die Aufgabe, Gründe für die Veröffentlichung eines Buches anzugeben. Was also, lautet die Frage, ist der Anlaß, einen längst vergessenen österreichischen Denker der Öffentlichkeit aufs neue vorzustellen; warum erinnern wir an einen Philosophen und Soziologen, über den die Geschichte und die modernen Entwicklungen schon hinweggegangen zu sein scheinen? Ist es ein bloß antiquarisches" Interesse, das uns die Freude bereitet, in der Vergangenheit Österreichs nachzublättern wie in dem liebgewordenen Tagebuch einer frühen Jugend? Oder entspringt das Werk jenem historisierenden Geist der Gegenwart, der sich auch in der Philosophie aus Mangel an Aufgaben der Vergangenheit zuwendet, um sie bis ins kleinste Detail zu durchforschen? Oder steht es gar im Dienste einer politischen Richtung, die sich zur Begründung ihrer Ideologie zu den lebendigen Quellen ihres Ursprungs zurückwendet? Nun, alle diese Interessen liegen den nachfolgenden Ausführungen fern. Sie entspringen vielmehr hauptsächlich dem Wunsche, einen Beitrag zur gegenwärtigen Diskussion in und mit dem Marxismus zu leisten. Gespräche auf den verschiedenen Hegel-Kongressen in West und Ost und am I. Philosophischen Institut der Universität Wien mit zahlreichen Gästen aus unseren östlichen Nachbarländern, die alljährlichen philosophischen Tagungen im Zisterzienserstift Zwettl mit marxistischen Kollegen, die Tagungen der Paulus-Gesellschaft, meine Tätigkeit an der Ost-Akademie und am Europa-Haus in Wien legten es mir nahe, mich einem marxistischen Philosophen zuzuwenden, der meines Erachtens zu vielen der diskutierten Fragen Bedeutendes zu sagen hat. Das vorliegende Buch versucht in diesem Sinne, einem Denken in seiner