Bővebb ismertető
Wie eine Ritterburg lag das Nest der Kolkraben auf dem kahlen Fels. Fast senkrecht stürzte die Steilwand zu Tal. Dicht über dem Horst verlief die Schneegrenze. Ein riesiges Schneebrett bedeckte die Bergflanke und verschmolz mit den Nebelschwaden, die hoch oben die Gipfel der Drakensberge fast ganzjährig verhüllten. «Was für ein Tag!» krächzte der Kolkrabe und genoß die warmen Sonnenstrahlen auf seinen Deckfedern, die wie dunkles Metall schimmerten.
«Der Unglückshäher hat schon dreimal gerufen!» wandte seine Frau ahnungsvoll ein. «Trschrräh! Trschrräh! Trschrräh!» Unruhig rückte sie auf dem Gelege hin und her.
«Aberglaube», behauptete der Kolkrabe abschätzig. Er erinnerte sie daran, daß er nur ihretwegen das Tal verlassen hatte und auf den Fels gezogen war, weil sie hier oben keine Milben vermutete. Er klapperte mit dem Schnabel und wiederholte ärgerlich: «Aberglau »
Weiter kam er nicht. Eine plötzliche Druckwelle riß ihn von den Beinen. Wie Herbstblätter wurden sie beide samt Nest und Gelege fortgeblasen. Sie taumelten, stürzten in die Tiefe. Der Luftdruck war so stark, daß sie ihre Flügel nicht zu öffnen ver-