Bővebb ismertető
Vorwort
Nachdem bereits vor einigen Jahren ein diagnostischer Teil der „Tabulae rheumatolo-gicae" in mehreren Sprachen erschien, wurde der Wunsch nach einer zusammenfassenden Ausgabe der wichtigsten Tabellen auf dem Gebiet der Rheumatherapie an die Mitglieder des Redaktionskomitees herangetragen. Die damalige Tabellensammlung hatte sich bewährt. Sie sollte Lehrbücher nicht ersetzen, sondern als zusammenfassende Exzerpta diese ergänzen und als Nachschlagewerk dienen. Gleiches gilt für den hiermit der Ärzteschaft zur Verfügung gestellten zweiten, therapeutischen Teil der Tabulae, in dem nicht nur die vielseitige und schwierige medikamentöse Behandlung rheumatischer Erkrankungen berücksichtigt wird. Der Schwerpunkt liegt naturgemäß auf den entzündlichen Gelenkerkrankungen. Tabellen sollen eine handliche Übersicht anbieten und eine schnelle Orientierung erlauben, einerseits zur Erinnerung an Erlerntes bzw. zur Weiterbildung, andererseits zur aktuellen Hilfe in entsprechend drängenden Situationen des therapeutischen Alltags. Die Vielseitigkeit des tabellarischen Angebots bringt stellenweise eine durchaus erwünschte Überschneidung von Informationen mit sich, jedoch unter verschiedenartigem Aspekt oder auch unter Berücksichtigung alternativer Möglichkeiten oder differenter Auffassungen. Dem therapeutisch gegebenen Spielraum, aber insbesondere der Festlegung von dessen Grenzen wird damit Rechnung getragen, und wir glauben, damit auch kritisches Denken und die Urteilsfähigkeit anregen zu können.
Dies entspricht der Erwartung des niedergelassenen Kollegen, natürlich auch des Klinik-Arztes und insbesondere des Spezialisten. Eine Tabellensammlung spiegelt damit sozusagen dokumentarisch den Stand des derzeitigen Wissens und der bislang gebotenen und allgemein anerkannten Therapiemöglichkeiten wider. Es ist keinesfalls daran gedacht worden, dem Hausarzt damit die beratende Hilfe des Rheumatologen zu ersparen. Diese bleibt unabdingbar in der schwierigen Planung einer Langzeit-Therapie und in der aktuellen Entscheidung akuter Situationen. Der Hausarzt soll aber alle Möglichkeiten medikamentös-therapeutischer Maßnahmen kennen, ohne gezwungen zu sein, sie selbst souverän beherrschen zu können, ihre Auswahl entscheiden und die Anwendung differenzieren zu müssen. Er muß aber als zentrale ärztliche Bezugsperson seine Patienten führen und die empfohlene Medikation verordnen, lenken und überwachen, im rheumatologischen Bereich wie in den vielen anderen Spezialitäten der inneren Medizin.