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Zu diesem BuchVorwort von Theo WoigelDieses Buch schließt für Historiker und interessierte Zeitzeugen eine Lücke. Es setzt sich fundiert und als erstes Buch überhaupt mit der Grundsteinlegung der Deutschen Einheit und dem Zustandekommen der Wirtschafts- und Währungsunion vom I.Juli 1990 auseinander.Ohne dieses Vertragswerk wäre die Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 nicht möglich gewesen. Die Autoren widerlegen damit die Annahme, die Wiederherstellung der nationalen Einheit sei primär eine nur außenpolitische Aufgabe gewesen.Die aktuelle Diskussion über das Ist im vereinigten Deutschland wird vorwiegend von ökonomischen Daten und Entwicklungen beeinflußt. Die Finanzpolitik und ganz speziell das Bundesministerium der Finanzen haben sich von Anfang an intensiv der Aufgabe der Einigung verpflichtet gefühlt. Das über die normalen menschlichen Grenzen gehende Engagement vieler Angehöriger des Ministeriums beweist den Einsatz für diese nationale Herausforderung.Wir haben nicht darauf gewartet, bis durch internationale Vereinbarungen der Einigungsprozeß abgesichert und abgeschlossen war.Durch drei Nachtragshaushalte im Jahre 1990 wurde zu jedem Zeitpunkt die finanzielle Flanke des Einigungsprozesses abgesichert. Durch die Bereitstellung der Mittel für den sowjetischen Truppenabzug aus Mitteleuropa wurden die Vereinbarungen von Bundeskanzler Helmut Kohl und dem damaligen sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow, die im Kaukasus getroffen wurden, erfüllt.Es galt, eine im historischen Maßstab einmalige Aufgabe zu lösen. Es gab kein geschichtliches Vorbild für die Vereinigung zweier Teilstaaten, die über vierzig Jahre durch Mauer, Stacheldraht und völlig gegensätzliche Ordnungssysteme getrennt waren.