Bővebb ismertető
MEINE PFARRE IST WIE ALLE ANDERN, ALLE PFARren sind einander áhnlich. Natürlich nur die von heutzurage. Gestern sagte ich zum Herrn Pfarrer von Norenfontes: Das Gute und das Böse haltén sich hier die Waage, blofi der Schwerpunkt liegt tief, sehr tief. Oder, wenn Sie so wollen, das eine legt sich über das andere, ohne sich mit ihm zu vermischen, ganz wie zwei Flüssigkeiten von verschiedener Dichte. Der Herr Pfarrer hat mir ins Gesicht gelacht. Er ist ein guter Priester, sehr wohlwollend, sehr váterlich, und im Erzbistum gilt er sogar als ein hervorragender, ein wenig gefáhrlicher Kopf. Über seine Einfálle freut sich jedes Pfarrhaus, und er unterstreicht sie mit einem Blick, der lebhaft sein soll, den ich aber im Grundé so verbraucht und matt finde, dafi mir die Lust zum Lachen vergeht. Meine Pfarre wird vöm Stumpfsinn geradezu aufgefressen. Wie so viele andere Pfarren auch! Vor unsern sehenden Augen frifit der Stumpfsinn sie auf, und wir sind machtlos dagegen. Eines Tages werden wir vielleicht davon angesteckt sein und entdecken, dafi wir von diesem Krebs befallen sind. Man kann jedoch recht lange Zeit damit leben. Gestern kam ich unterwegs darauf. Es fiel gerade ein feiner Regen, so einer von der Art, wie man ihn mit voller Lunge einatmet und bis in die Eingeweide hinunterrieseln spürt. Völlig unvermittelt tauchte in der Richtung von Saint-Vaast das Dorf vor mir auf, ganz zusammengesackt, ganz tríibselig unter dem gráuiichen Novemberhimmel. Es war rundum in dampfende Nebel gehüllt und sah aus, als hatte es sich wie ein armes erschöpftes Tier in das triefend nasse Gras geduckt. Wie klein ist doch so ein Dorf! Und dies Dorf nun war meine Pfarre. Meine Pfarre! Und ich konnte ihr gar nicht helfen. Ich sah, wie sie traurig in das náchtliche