Bővebb ismertető
Land und Leute
Rund 1000 km legt die Loire, der
längste Fluß Frankreichs, von der
Quelle am Gerbier-de-Jonc im Massif
Central bis zur Mündung in den At-
lantischen Ozean bei Saint-Nazaire
zurück. Nach 500 km erreicht sie im
nördlichen Teil des Nivernais (benannt
nach der Stadt Nevers) das Pariser
Becken und wendet sich hier in einem
weiten Bogen, an dessen nördlichstem
Punkt Orléans liegt, nach Westen. Der
schmale und oft ungebärdige Bergfluß
des Massif Central wird nun zu dem
breiten Strom, der einer der geschicht-
lich, kunstgeschichtlich und touristisch
bedeutendsten Landschaften Frank-
reichs, dem Tal der Loire, den Namen
gegeben hat, der in der ganzen Welt
einen guten Klang hat.
Grenzen und Größe
Das Tal der Loire (französisch „Val
de Loire") ist nicht einfach das Tal
des Flusses. Unter dieser Bezeichnung
werden die Landschaften mit einbe-
griffen, die der Franzose „pays de la
Loire" (Loirelande im Sinne etwa des
deutschen Begriffs Rheinlande) nennt.
Zu diesen Loirelanden gehören im
weitesten Sinne die Landschaften
Nivernais mit Nevers, Orléanais mit
Orléans, Sologne im Loirebogen süd-
lich von Orléans, Haut Berry mit
Bourges, Blésois mit Blois, Vendômois
mit Vendôme, Touraine mit Tours,
Maine mit Le Mans, Anjou mit Angers
und Pays Nantais mit Nantes, dem
wichtigsten Industriehafen Frankreichs.
Dieser Reiseführer beschränkt sich auf
die geschichtlich und kunstgeschicht-
lich wichtigsten Gebiete der Loire-
lande. Die Grenze bildet im Norden
die Linie Montargis—Le Mans, im
Osten die Linie Châtillon-Coligny—
Nevers, im Süden die Linie Château-
roux—Châtellerault und im Westen
die Atlantikküste. In die Darstellung
sind also ganz oder teilweise einge-
schlossen die Départements Nievre
(Hauptstadt Nevers), Loiret (Orléans),
Cher {Bourges), Loir-et-Cher {Blois),
Indre (Châteauroux), Indre-et-Loire
{Tours), Maine-et-Loire {Angers), Sar-
the {Le Mans), Mayenne {Laval), Loire-
Atlantique {Nantes), Vendée {La Roche-
sur- Yon) und Vienne {Poitiers), Das