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Elsterlandschaft bei Weischlitz
Einführung
„Das Vogtland ist reich an Linien und Strukturen, an Farben und Flächen. Es ist eine Produktionslandschaft und damit eine ganz und gar zeitgemäße Landschaft mit Industrie und Landwirtschaft. Aber auch Idyllen sind noch zu finden. Der Zeit ausweichen kann man dort jedenfalls nicht. Man wird erinnert, in welcher Zeit man lebt und was geschieht . . ." So schildert der bekannte Maler Wolfgang Mattheuer seine vogtländische Heimat kurz, aber zutreffend („Sonntag" 1978/44).
Im nnittleren Vogtland ist diese Vielgestaltigkeit der „Linien und Strukturen" infolge der geonnorphologischen Bedingungen besonders stark ausgeprägt Durch den reichen Wechsel von Bergen und Tälern, von Städten und Dörfern, von Wald, Ackerland und Weide weist der Plauener Raum vielfältige landschaftliche Reize und Werte auf, die wesentlich dazu beitrugen, daß sich in den ver-
gangenen Jahrzehnten ein bedeutendes und ideales Erholungsgebiet entwickeln konnte. Die Anfänge dazu liegen jedoch schon mehr als ein Jahrhundert zurück, aber zur vollen Entfaltung kam es erst in unserer sozialistischen Gegenwart.
Das mittlere Vogtland wurde in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts besonders von Plauen aus erschlossen. Zunächst wurden die städtischen Randlagen gestaltet, unter denen der Stadtpark mit dem Bärenstein besonders bedeutsam ist. Plauen ist nahezu vollständig von einem Waldgürtel umgeben. Viel ist getan worden, um dieses gehölzreiche Umland für die Naherholung nutzbar zu machen. In jene Zeit fiel auch die erste Erschließung der Landschaft um Jocketa mit dem Steinicht sowie der Gebiete um Weischlitz und Mehltheuer. Ähnliches gilt für das ausgedehnte Waldland südlich von Oelsnitz. Hier wurde besonders der 60ha große Stadtwald im Süden der Stadt zugänglich gemacht heute Teil des Landschaftsschutzgebietes „Röhrholz".