Bővebb ismertető
ACKERBAUDen Beginn des Ackerbaues versetzt die Geschichtsschreibung in das sechste vorchristliche Jahrtausend, in die Jüngere Steinzeit, in der die bis dahin nomadisierenden Menschen begannen sesshaft zu werden. Zum ersten Mal gab man sich nicht mehr mit dem zufrieden, was die Natur mehr oder minder zufällig bot; es wurden Wege gesucht, diese zu zwingen, dem Menschen zu liefern, was er zur Deckung seiner Bedürfnisse benötigte. Voraussetzung für den Ackerbau war die Erfindung besonderer Geräte. Zur Auflockerung des Bodens wurde wahrscheinlich zuerst in Nordafrika und Palästina die hölzerne Haue, zur Ernte die primitivste Sichel in Form eines Holzgriffes, in den eine scharfe Steinschneide eingesetzt war, zur Lösung der Getreidekörner aus den Ähren der zunächst noch einteilige Dreschflegel verwendet. Der Ackerbau ermöglichte eine gewisse Vorratswirtschaft mit Lebensmitteln und gewährte dadurch dem Menschen mehr Freizeit", in der er Überlegungen über die Verbesserung seiner Lebensbedingungen anstellen konnte. Eine Reihe von Industrie"-Zweigen war das Ergebnis: Die ersten Mühlen wurden erfunden und die Töpferei wie die Herstellung von Textilien nahmen ihren Anfang.Den entscheidenden Fortschritt auf dem Gebiet des Ackerbaues bedeutete die um 3000 v.Chr. im Vorderen Orient gemachte Erfindung des Pfluges. Etwa zur gleichen Zeit und ebenfalls im Nahen Osten wurden auch der Wagen, das Zuggeschirr und das Segelschiff erfunden, mit deren Hilfe der Bedarf an Transportmitteln bewältigt werden konnte, der sich aus den beginnenden wirtschaftlichen Beziehungen auch weiter von einander entfernter Gebiete ergab. Mit dem Aufkommen metallischer Geräte ab 3000 v.Chr. erhöhte sich die Qualität der Bodenbearbeitung; nach 2500 v.Chr. verbreiteten sich zunächst in Mesopotamien, bald darauf auch in Ägypten Ackerbaugeräte aus Kupfer und Bronze. Um 1500 v.Chr. wurde die Egge in Verwendung genommen, ab 1000 v.Chr. kamen in Palästina, später im