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Prolog
Der Kerl schwitzte. David Fariey schwankte zwischen Mitleid und Schadenfreude, während er seinen Konkurrenten beobachtete. Die Studioscheinwerfer setzten dem Mann zu, na klar. Ein paar tausend Watt machten verdammt heiße Luft. Und dann die Kameras! Kuhaugen glotzten gefühlvoller; bei denen spürte man wenigstens echte tierische Neugier, wenn man am Weidezaun vorbeikam, oder die bettelnde Frage: »Hast du was zu fressen für mich?« Dagegen waren die Glotzaugen der fünf Fernsehkameras auf eine kalte, unbarmherzig fordernde Weise neugierig, und ihre Nahrung verlangten sie mit der überheblichen Gewissheit, dass niemand es wagen würde, sie ihnen zu verweigern - am allerwenigsten ein Kandidat für das höchste Amt der Nation.
Denn diese kuhäugigen Monster auf ihren fahrbaren Stativen wussten, wen sie hinter sich hatten. Eben jene Nation. Und die hatte ein Recht darauf, ihren TV-Nahrungsbrei vorgewürgt zu bekommen - zubereitet aus schmackhaften Worten, garniert mit gnadenlosen Nahaufnahmen vom Haarwuchs in den Nasenlöchern, von krebsrot angelaufenen Ohren, von nervös zuckenden Mundwinkeln oder anderen Gesichtsteilen, von fuchtelnden Händen, von wippenden Beinen oder von maßgefertigten Schuhen, die den Takt des gesprochenen Worts traten, als würde der Kandidat in seinem Stamm-Jazzclub sitzen und nicht auf dem