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Vorwort des Übersetzers(1865.)Als ich im Jahr 1836 aus dem Orient zurückkehrte, wurde ich vom Verlag der Klassiker in Stuttgart aufgefordert, die Tausend und eine Nacht aus dem Urtexte zu übersetzen, und ich unternahm gern diese Arbeit, weil ich durch meinen längeren Aufenthalt in Ägypten dazu vorbereitet war und es für zweckmäßig hielt, daß einmal eine unmittelbar aus dem Arabischen fließende Verdeutschung an die Stelle der vielen Afterübersetzungen trete.* Unglücklicherweise ist mein Streben in der ersten Auflage nur teilweise gelungen. Der Verleger wollte eine illustrierte Ausgabe veranstalten und mußte, um keinen Schaden zu haben, auf großen Absatz rechnen können. Ein damals viel gefeierter Schriftsteller wurde als Herausgeber gewonnen und, gleichsam als Patron des jungen unbekannten OrientaUsten, beauftragt, eine Vorrede zu schreiben, und meiner sich dem Urtexte gewissenhaft anschUeßenden Übersetzung eine gefällige Form zu geben. Schon dieser Umstand mußte meiner Arbeit, hinsichthch der philologischen Treue, nachteilig sein. Noch mehr wurde sie aber deshalb teils verunstaltet, teils gänzlich beseitigt, weil die Holzschnitte nach den französischen Übersetzungen gemodelt wurden und häufig zur meinigen gar nicht paßten. Ich war daher auch genötigt, um meinen Ruf als Orientalist zu decken, öffenthch zu erklären, daß die unter meinem Namen kursierende Übersetzung der 1001 Nacht nur teilweise als solche betrachtet werden dürfen. Die Verleger konnten indessen die Sache nicht mehr ändern und veranstalteten auch, gegen meinen Willen, eine zweite Auflage in 12. Inzwischen ist der Verlag in andere Hände übergegangen und auch die zweite Auflage, oder eigentlich der zweite Abdruck der ersten vergriffen worden. Obgleich nun der jetzige Verleger, unserm alten Vertrage gemäß, das Recht hatte, auch ohne meine Erlaubnis einen neuen Abdruck zu veranstalten, hielt er es doch für zweckmäßig, die Fehler seiner Vorgänger zu verbessern, indem er bei mir anfragte, ob ich mich nicht einer Revision, resp. Umarbeitung der 1001 Nacht unterziehen wollte, und da mir selbst viel daran liegen mußte, daß ein meinen Namen führendes Buch nicht für alle Zukunft verunstaltet bleibe, so war meine Antwort eine bejahende. Ich habe nun die ganze Übersetzung nochmals mit der Urschrift verglichen * Siehe die Einleitung.