Bővebb ismertető
Vorwort.
Durch das Hinzufügen des Teiles „Technik" geht die Neuauflage dieses Werkes über den bisherigen Rahmen hinaus, der im wesentlichen Meßergebnisse an wohl definierten Stoffen umfaßte. Technisch verwendete Stoffe sind aber selten eindeutig im physikalischen Sinne zu kennzeichnen. Naturstoffe, wie Gesteine und Hölzer, oder Faserstoffe, haben eine große Schwankungsbreite der Eigenschaften. Auch Metalle, die man als chemische Elemente am ehesten als wohl definiert anzusehen geneigt ist, ändern sich durch geringe Verunreinigungen oder Zusätze erheblich, und ihre Eigenschaften hängen außerdem in hohem Maße von der thermischen und formgebenden Vorgeschichte ab. Glas, Keramik und ähnliche Erzeugnisse sind komplizierte, in der Zusammensetzung in weiten Grenzen schwankende Mehrstoffgemische. Bei organischen Kunststoffen sind zwar in manchen Fällen die Ausgangsstoffe chemisch gut definiert, aber bei der Herstellung werden z. B. durch Polymerisation hochmolekulare Strukturen erzeugt, die durch Angabe des Molekulargewichtes oder des Polymerisationsgrades nur sehr roh gekennzeichnet sind.
Trotz dieser Unsicherheit besteht ein großes Bedürfnis nach Zusammenstellungen der Eigenschaften solcher Stoffe, dem hier entsprochen werden soll. Der technische Teil geht auch noch in anderer Weise über den früheren Rahmen des „Landolt-Börnstein" hinaus, indem er nicht nur stoffliche Daten bringt, sondern auch gestaltbedingte Eigenschaften behandelt. Hierzu gehören z. B. Angaben über Strömungswiderstände von Körpern und anderes.
Als im Jahre 1937 mit der Arbeit begonnen wurde, glaubten die Herausgeber mit einem Umfang des technischen Bandes von etwa 800 Seiten auskommen zu können. Die wachsende Menge des Stoffes machte mehrere, im wesentlichen nach Fachgebieten unterschiedene Teilbände nötig. Der erste hier vorliegende Teilband behandelt in der Hauptsache die mechanischen Eigenschaften von Nichtmetallen. Der zweite ist den Metallen gewidmet. Der dritte Teilband befaßt sich mit elektrischen und magnetischen Eigenschaften, Licht und der Röntgentechnik. Der vierte Teilband behandelt thermische und kalorische Größen.
Für die Gliederung der Teilbände ließ sich kein einheitliches Prinzip durchführen, sondern es mußte teils nach Stoffgruppen, teils nach physikalischen Gesichtspunkten geordnet werden. So erwies es sich als zweckmäßig, im ersten Teilband zunächst nach Stoffgruppen zu gliedern und dann das Verhalten verschiedener Stoffe unter dem Titel „Reibung, Viscosität, Verhalten von flüssigen und gasförmigen Stoffen, Akustik" zusammenzufassen, unter dem auch das Strömungsverhalten und die Flotation Platz fanden. In einigen Fällen wurde von einer systematischen Gliederung auch insofern abgewichen, als z. B. beim Holz oder bei den Kunststoffen im ersten Teilband neben den mechanischen auch elektrische und thermische Eigenschaften mit behandelt sind, damit der an diesen speziellen Stoffgruppen interessierte Leser nicht an mehreren Stellen nachschlagen muß.
Besonderer Wert wurde auf übersichtliche und leicht verständliche Darstellung gelegt, da besonders der technische Teil des „Landolt-Börnstein" von einem breiteren Leserkreis weniger einheitlicher Vorbildung benutzt werden wird als der im wesentlichen auf Physiker, Chemiker und auf den wissenschaftlich arbeitenden Ingenieur abgestellte Inhalt der früheren Auflagen und der anderen Bände der jetzigen Auflage. Den einzelnen Abschnitten sind deshalb einführende Texte vorangestellt, in denen die benutzten Begriffe, Maßeinheiten usw. aufgeführt und erläutert werden. Außer unmittelbar gemessenen Größen enthält insbesondere der Teilband „Wärme" auch abgeleitete Werte, mit denen die Technik z. B. in den Dampftafeln für Wasser, Kältemittel und andere Stoffe arbeitet.
Da in dem technischen Bande des Werkes recht heterogene Teile vereint sind, ließ sich für die einzelnen Beiträge keine einheitliche Form finden, sondern es mußte im Interesse der bequemen Benutzbarkeit auf die jeweils gebräuchlichen Begriffssysteme und Darstellungsmethoden Rücksicht genommen werden. In diesem Sinne überwiegen in manchen Abschnitten graphische Darstellungen, in anderen Zahlentabellen oder in mathematischen Funktionen formulierte Zusammenhänge.
Mehr als die Hälfte des technischen Teiles lag in den ersten Kriegsjahren als Fahnensatz vor. Die Schwierigkeiten der letzten Kriegsjahre und der Nachkriegszeit brachten die Arbeit zum Erliegen, so daß praktisch wieder von vorne angefangen werden mußte, teilweise mit neuen Bearbeitern. Hierdurch, durch in einigen Fällen sehr große Überschreitung der Abgabetermine der