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1. Großflächenberegnung als strukturbestimmendes Meliorationsverfahren und Betriebsmittel (Prof. Dr. agr. habil. K. SCHWARZ)1.1. Aufgaben der BewässerungAufbauend auf den grundlegenden Beschlüssen des VII. Parteitages der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands zur Gestaltung des entwickelten gesellschaftlichen Systems des Sozialismus in der Deutschen Demokratischen Republik steckte insbesondere der X. Deutsche Bauernkongreß die bereits detaillierten Zielsetzungen zur umfassenden Lösung der erforderlichen Aufgaben auf dem Gebiet der Landwirtschaft und Nahrungsgüterwirtschaft ab. Erträge von 50 dt bei Getreide, 400 dt Zuckerrüben, 300 dt Kartoffeln sowie Heuwerte von 80 dt je Hektar auf dem Grünland unter industriemäßigen Bewirtschaftungsmethoden gilt es hiernach im Durchschnitt zu erreichen. Auf beregneten Flächen, insbesondere bei Hackfrüchten und Futterpflanzen, sind diese Werte tun mindestens 20 % zu überbieten.Es gilt ferner, die Ertragsstabilität in den einzelnen Jahren mit unterschiedlichem Witterungsverlauf zu erhöhen und die standortbedingten Produktionsunterschiede zu verringern. Zwei hervorragende Möglichkeiten sind hierzu optimal zu erschließen. Einerseits die konsequente Ausnutzung aller Vorteilswirkungen der großflächigen Kooperation und Spezialisierung und zum anderen die weitere systematische Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit und darüber hinaus die verstärkte Beeinflussung bzw. Steuerung aller an der pflanzlichen -Stoffbildung beteiligten Hauptfaktoren.Letztere hat unter besonderer Berücksichtigung gezielter, den Standort bzw. die Umwelt beeinflussender Bodeninvestitionen zu erfolgen.Besonders die Entwicklung in den letzten Jahren hat aufbauend auf entsprechenden Versuchsergebnissen gezeigt, daß die Bewässerung auch unter den vorherrschend semihumiden Klimaverhältnissen des Territoriums der Deutschen Demokratischen Republik eine wichtige Stellung einnimmt.Die Begründung hierfür läßt sich wie folgt zusammenfassen:-Mit Zunahme des derzeitigen Ertragsniveaus gerät der Wachstumsfaktor Wasser nicht nur auf den stark bewässerungsbedürftigen Standorten, sondern auch auf den von Natur aus leistungsj stärkeren Böden in den trockneren Klimalagen ins Minimum.-Ausgehend von einer vollen Ausnutzung der gegebenen Produktionsmöglichkeiten stellt die zusätzliche Wasserversorgung12