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Vorwort zur 3. Ausgabe 1966
Technische und wirtschaftliche Gründe sprechen für eine möglichst weitgehende Vereinheitlichung der Hauptauslegungsdaten bei dem Bau von Kraftwerken auf konventioneller Brennstoffbasis. Die Elektrizitätsversorgungsunternehmen haben sich seit Jahrzehnten — gemeinsam mit der Herstellerindustrie und den einschlägigen Fachverbänden — eine Bereinigung der Typenreihen und Dampfparameter angelegen sein lassen. Dabei mußte den Fortschritten der Kraftwerktechnik in gewissen Zeitabständen durch Anpassimg und Erweiterung der Vorschlagsreihen Rechnung getragen werden. Die vorliegende dritte Ausgabe stellt eine Fortsetzung dieser Bemühungen unter Berücksichtigung der internationalen Empfehlungen dar.
Die Änderungen gegenüber der zweiten Ausgabe 1952 umfassen unter anderem eine Erweiterung der Leistungsreihe für Kondensationsturbosätze bis 630 MW und der Druckreihe bis 300 atü, wobei die Druckstufen noch für Trommelkessel gelten, während bei Zwangdurchlaufkesseln die Turbineneintrittsdrücke maßgebend sind. Für die Frischdampf- und Zwischenüberhitzungstemperaturen werden Richtwerte genannt, die bei der Auslegung der Anlage als Mindestwerte angesehen werden sollten.
Diese Richtlinien sind nicht als verbindliche Normen sondern als Empfehlungen zu betrachten, die eine Rationalisierung des Kraftwerkbaues zum Nutzen der Hersteller- und Betreiberseite bezwecken. Es ist zu wünschen, daß vor allem die Auftraggeber diesen Bestrebungen mehr als bisher Rechnung tragen.
Für die Neubearbeitung zeichnet der VDEW-Arbeitskreis „Auslegung von Dampfkraftwerken" mit folgender Besetzung verantwortlich:
Dipl.-Ing. Fr.-F. Wiese, Obmann Dr.-Ing. M. Blümel Dipl.-Ing. K. Dangl Dipl.-Ing. W. Koch Ing. H. Mitschel Dipl.-Ing. F. J. Mölter Dr.-Ing. A. Roggendori Dipl.-Ing. H.-E. Roth Dipl.-Ing. G. Saal Prof. Dr.-Ing. H. Werkmeister
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