Bővebb ismertető
Vorwort
In den Ortsnetzen Deutschlands hat der Belastungsanteil je Abnehmer in den vergangenen 30 bis 40 Jahren eine Steigerung auf das 10- bis 15fache erfahren. "Während ehemals nur mit einer sehr bescheidenen Lichtlast und einer kaum ins Gewicht fallenden Motorenlast zu rechnen war, muß heute die Planung eines Ortsnetzes von mindestens 1000 Watt je Abnehmer ausgehen. Die für ein solches Niederspannungsnetz ohne Umspannstellen und ohne Zähler aufzuwendenden Kosten belaufen sich je Kopf der Bevölkerung im Durchschnitt auf etwa 100 DM. Bezogen auf die in den Umspannstellen zur Verfügung gestellte Leistung ergibt dies einen Aufwand je kW von 400 DM. Das entspricht annähernd den Errichtungskosten je kW für ein neuzeitliches Dampfkraftwerk. Die Niederspannungsverteilungsnetze stellen also einen wesentlichen Anteil der laufenden Aufwendungen eines Elektrizitätsversorgungsunternehmens dar und erfordern somit besondere Beachtung.
Der Bereich der in den vorliegenden Richtlinien zu behandelnden Frei-leitungsnetze erstreckt sich auf ländliche Gemeinden und kleinere Städte, wie auf Wohnsiedlungen und Randgebiete von Großstädten. Das Freileitungsnetz gilt hier als die wirtschaftlichere Art der niederspannungs-seitigen Energieverteilung; Kabelnetze erfordern demgegenüber im allgemeinen den 3- bis 4fachen Kostenaufwand.
Für den Bau von Niederspannungsfreileitungen in Ortsnetzen haben sich in den verschiedenen Versorgungsgebieten unter dem Einfluß von Bebauungsformen und landschaftlich bedingten Auffassungen voneinander abweichende Ausführungsarten herausgebildet, wobei die Verwendung recht unterschiedlicher Bauteile zumeist auf übernommene Bauweisen zurückzuführen ist. Führende Elektrizitatsvérsorgungsunternehmen mit ausgedehnten Niederspannungs-Verteilungsnetzen haben bereits vor Jahrzehnten eigene technische Anweisungen für den Bau von Freileitungs-Ortsnetzen gegeben, in denen die jeweiligen betrieblichen Erfahrungen und Auffassungen ihren Niederschlag fanden. Im Auftrage der Vereinigung Deutscher Elektrizitätswerke hat Herr Oberingenieur Schneider, Badenwerk, aus solchen Unterlagen einen Entwurf zusammengestellt mit dem Ziel,