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I. Einleitung 1. Gegenstand der technischen Wármelehre ;-¦ Das Wesen der Wárme Die Wármelehre befaBt sich mit den physikalischen Veránderungen der festen, flüssigen und gasförmigen Körper unter dem EinfluB von Erwármung und Abkühlung und den dabei wirkenden Energief ormen. Zuerst ins Auge fallend ist die Eigenschaft der Wárme, die Temperatur desjenigen Körpers zu erhöhen, dem die Wárme zugeführt wird, z. B. eines Ofens bei der Verbrennung von Kohlé oder eines elektrischen Widerstandes beim Durchgang elektrischen Stromes. Ein wármerer Körper in einer Umgebung von kálteren Körpern verharrt aber niemals in seinem Zustand. Vielmehr erscheint als zweite Eigenschaft der Wármes das offenbare Bestreben, von dem wármeren Körper auf die kálteren der Umgebung überzugehen, indem die Temperatur des wármeren Körpers sinkt, die der umgebenden kálteren sich erhöht. Die Wárme wird alsó unter dem EinfluB von Temperaturunterschieden in Bewegung gesetzt, sie flieBt von Körpern höherer Temperatur, anscheinend so wie Wasser von höheren Orten zu tiefer gelegenen flieBt, zu solchen niedrigerer Temperatur; und ebenso, wie das Wasser nicht von selbst, d. h. ohne Arbeitsaufwand, zu höheren Orten zurückfliefit, so ist noch nie beobachtet Wörden, daB ein kálterer Körper von selbst seine Wárme an einen wármeren abgegeben hátte und dabei noch kálter geworden wáre, wáhrend jener sich erwármt hátte. Die Wármeübertragung géht yon selbst vielmehr immer nur in einer Richtung vor sich, sie ist nicht umkehrbar. Weiter ist zu beobachten, daB der WármefluB aufhört, wenn die sich berührenderi Körper gleich warm geworden sind, wenn alsó die vorher verschiedenen Temperaturen sich ausgeglichen habén. Analóg dem Verhalten einer Hebelwaage nach dem Ausgleich der Belastung der beiden Schalen spricht man von dem Temperatur- oder thermischen Gleichgewicht, dem die beteiligten Körper zustreben und das erreicht ist, wenn die Temperaturen gleich geworden sind. Hinsichtlich der Wármeübertragung verhált sich alsó die Wárme wie ein übertragbarer Stoff, die Temperatur wie eine bewegende Kraft. Aus dieser Erscheinung heraus entstand die Auffassung der álteren Physiker des vorigen Jahrhunderts vor Joule und Róbert 1 Falt.in, Techmsche W&rmelttbre