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Vorwort
Die Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft sind mit gravierenden Strukturproblemen konfrontiert. Die Wettbewerbsfähigkeit vieler Hochtechnologie-Industrien ist in Gefahr. In den zurückliegenden Jahren haben bereits mehrere europäische Unternehmen dem Wettbewerbsdruck ausländischer Konkurrenten nicht mehr standhalten können. Strategisch wichtige Wettbewerbspositionen in der Mikro- und Unterhaltungselektronik, im Maschinen- oder Automobilbau sind bereits verlorengegangen oder akut gefährdet. Hochtechnologische Produktionszweige sind vom europäischen Standort nach Asien oder Amerika ausgelagert worden. Viele Unternehmen ringen um ihr Überleben auf wachstumsträchtigen Weltmärkten der Zukunft. Die integrationspolitischen Folgen für die Gemeinschaft können gravierend sein. Zwar werden mit dem Vertrag von Maastricht neue Akzente in der Forschungs- und Technologiepolitik ebenso wie in der Telekommunikations- und Industriepolitik gesetzt. Ihr Erfolg ist jedoch aufgrund einer bisher fehlenden Hochtechnologiestrategie der Europäischen Gemeinschaft zweifelhaft. Die Europäer stehen vor der Aufgabe, den Standort Europa im globalen Technologiewettlauf zu behaupten.
Mit der Vollendung des Europäischen Binnenmarktes ist die Europäische Gemeinschaft in eine neue Phase der Integration getreten. Es besteht kaum ein Zweifel, daß die Freizügigkeit des Verkehrs von Kapital, Arbeit, Gütern und Dienstleistungen ökonomische Synergien freisetzen kann. Ebenso naheliegend ist es, daß der Binnenmarkt neue Wachstumsimpulse schaffen wird. Für die langfristige Sicherung ihrer Wettbewerbsfähigkeit wird es in der Gemeinschaft jedoch auch darauf ankommen, daß das Problembewußtsein hinsichtüch der Stellung auf den Märkten der Zukunft gebündelt und eine ge-meinschaftüche Strategie zur Wettbewerbsfähigkeit entwickelt und angewendet wird.
Die Bertelsmann Stiftung will mit dem vorliegenden Band einen
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