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Péter Bassola (Szeged)Von Substantiven abhángige Infinitivkonstruktionen im Deutschen und im Ungarischen1*0.EinleitungSubstantivische Regentien mit infinitivischen Satelliten werden in der einschla-gigen deutschen Literatur unterschiedlich behandelt:Meistens finden sich kurze Hinweise auf Substantive als Regentien von Infinitivkonstruktionen (IK) (vgl. Engel (1991: 625; 2004: 156, 300), Eisenberg (2004: 353f), Eroms (2000: 288f)).Eroms (2000: 288f) und Engel (2004: 300) behandeln die Nebensátze (NS) und die Infinitivsatze (IS) als Satelliten von Substantiven zusammen. U. Engel nennt sie Verbativerganzungen, H. W. Eroms führt ihren háufigen Gebrauch auf die Nominalisierung zurück:Die stark nominalisierte Ausdrucksweise der deutschen Gegenwartssprache lásst zunehmend auch Nebensátze und Infinitivkonstruktionen zu. Als Kopfnomina kommen entweder Verbalabstrakta oder semantisch weite Ausdrücke wie Tatsache, Frage, Zeit, Methode vor: [ ] (21a) die Aufforderung, aufzuhören (21b) die Anstren-gung, ohne zu ermüden. [Eroms (2000: 288)]Die ausführlichste Darstellung von IS, die von Nomina abhángen, ist in Zifonun et al. (1997: 2177-2182) zu finden.Gewaltige Unterschiede zeigen sich in den Strukturtypen deutscher und ungarischer Substantive.1.Von Substantiven abhángige IS im Deutschen und im UngarischenVon den 50 Substantiven des zweiten Bandes unseres deutsch-ungarischen Substantiwalenzwörterbuches (Bassola et al. (i.D.)) können 43 Substantive keine IK als Realisierung von Komplementen habén und bei 31 Substantiven könnenVorliegender Beitrag ist bereits in: Deutsche Grammatik im europáischen Dialóg. Beitrage zum Kongress Krakau 2006." Herausgegeben von Norbert und Cristiane Fries (zu erreichen: http://krakau2006.anaman.de) erschienen. Ich danke den Organisatoren der Tagung, Herrn Antoni Debski und Herrn Norbert Fries sowie den Herausgebern Norbert und Christiane Fries fur die Ermöglichung der Zweitveröffentiichung.