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i. KapitelGRUNDLAGEN DER TESTPSYCHOLOGIEDie kurze Geschichte der modernen Testpsychologie hängt Experi-aufs engste mit der immer stärkeren Ausbreitung des natur- chalakter-wissenschafthchen Denkens in unserer arbeitsteihgen Gesell-Schaft zusammen. Solange man die Seele nur als etwas Übersinnliches begriff, von dem höchstens die Religion und die Philosophie eine Vorstellung geben konnten, dachte selbstverständlich niemand daran, dieses abstrakte Gebilde durch Messungen zu untersuchen. Erst als die Psychologie sich von der Metaphysik und der reinen Philosophie löste und zu einer Erfahrungswissenschaft entwickelte, begann man auch den Menschen als ein Stück Natur anzusehen, dessen Gesetze durch Experimente erforscht werden konnten. Der entscheidende Durchbruch kam gegen 1860, als Fechner seine Elemente der Psychophysik veröflFentlichte. Fechner setzte sich das Ziel, zwischen dem menschlichen Bewußtsein und der äußeren Welt, zu der auch der Körper gehörte, exakt formulierbare Beziehungen herzustellen. Nach seinem sogenannten Relativitätsgesetz sollte es ein konstantes Verhältnis zwischen der Größe eines noch merkbaren Reizes und der subjektiven Empfindung geben. Von Fechner leitet sich die Schule her, die im Seelischen wie in der Physik nach Elementen suchte.Fast gleichzeitig mit Fechner trat Sir Francis Galton mit der Ansicht hervor: