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GELEITWORT
Die Geburt von Adolf Hirnschal ist mir noch lebhaft in Erinnerung. Sie fand Anfang Dezember 1940 statt, zur Begleitmusik von Sirenen und deutschen Fliegerbomben. Das Rundfunkhaus in London war getroffen worden und der Europäische Dienst des BBC. hatte in einer ehemaligen Eislaufhalle eine höchst unbequeme Zufluchtsstätte gefunden. Wir planten eine Sendung für die deutsche Wehrmacht im Westen, ein Programm, das das innere Wesen des Nationalsozialismus entlarven und gleichzeitig unterhaltend wirken konnte. Robert Lucas hatte eine Idee - und das Ergebnis war Adolf Hirnschal.
Ich erinnere mich, daß ich damals nicht sicher war, ob der Name des wackeren Gefreiten glücklich gewählt war. Er schien mir nicht « zackig » genug für eine Hörerschaft, die unseren Sendungen dank den deutschen Störsendern nur mit Schwierigkeit folgen konnte. Nun, ich hatte unrecht. Heute ist es klar, daß Hirnschal nicht anders heißen konnte als Hirnschal, genau so wie der Vesuv keinen anderen Namen erhalten konnte als Vesuv.
Damals, im Dezember 1940, war es keinem von uns bewußt, daß wir der Geburt einer Legende beiwohnten. Wir dachten, daß Hirnschal kaum mehr als ein halbes Dutzend Feldpostbriefe schreiben würde. Nun, er schrieb und schrieb weiter, durch all die langen Jahre des Kriegs. Die letzte Hirnschal-Sendung fand im Mai 1945 statt.
Erst nachdem der Gefreite Hirnschal seinen letzten Brief an sein geliebtes Weib Amalia geschrieben hatte, entdeckten wir, was für eine berühmte Persönlichkeit er in diesen viereinhalb Jahren in Deutschland, Österreich und allen anderen