Bővebb ismertető
VorwortIn den ,Texten zur Soziologie der Literatur' wird der literarische Text als ein soziales Phänomen, d. h. als ein in historisch-gesellschaftlichen Bedingungen und Wirkungszusammenhänge vermittelter Gegenstand der Untersuchung aufgefaßt.Die Texte sind so ausgewählt und angeordnet, daß in ihnen verschiedene Grundbegriffe und Erkenntnisrichtungen der Literatursoziologie ebenso wie entsprechend verschiedene Methoden der soziologischen Literaturanalyse deutlich werden.Dem Schüler der Oberstufe ist dadurch eine doppelte Möglichkeit gegeben: erstens kann er die Texte des Literaturunterrichts neuen Methoden der Analyse unterziehen; zweitens kann er (am Beispiel der Texte dieses Heftes) Einblick gewinnen in grundsätzliche Fragestellungen und Verfahrensweisen der Soziologie.In den Texten des Einleitungsteils (Nr. 13) zeichnen sich zwei verschiedene Richtungen und methodische Auffassungen der Literatursoziologie ab, die in beiden Hauptteilen des Heftes ausführlich dokumentiert werden: die empirische (I) und die theoretisch-kritische Literatursoziologie (II).I.Die empirische Literatursoziologie befaßt sich, als Kommunikationssoztologie, vornehmlich mit den notierbaren Komponenten der literarischen Interaktion: Produktion, Distribution und Konsumtion (Schriftsteller, Verleger, Lektor, Buchhändler, Kaufhaus, Kiosk, Kritiker, Käufer Leser etc.).II.Die theoretisch-kritische Literatursoziologie bezieht sich demgegenüber, als Textsoziologie, auf den literarischen Text und die Text-Struktur selbst. Dabei geht sie von einer der Literatur gegenüber notwendigen Doppelreflexion auf ihr Fürsichsein und auf ihre gesellschaftlichen Relationen" (Adorno) aus.In einem dritten Teil werden literatursoziologische Interpretationsbeispiele vor-Der Anhang dokumentiert die unmittelbare Abhängigkeit der Literatur von Partei und Staat.Das Begleitheft (Klettbuch 34823) zu dieser Textsammlung ist als Arbeitsheft für Lehrer und Schüler gedacht: Es hilft, den wissenschaftlichen Standort des Einzeltextes zu bestimmen, es gibt Erläuterungen zu Autor und Kontext, es nennt texterschließende Aufgaben zur Analyse des Einzeltextes und weiterführende Aufgaben: Mehrere Beispiele aus diesem Heft und hier nicht abgedruckte Texte werden zu größeren Arbeitsbereichen zusammengefaßt.