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Otto Baier - Textilwarenkunde für Verkäufer [antikvár]

Textilwarenkunde für Verkäufer [antikvár]

Otto Baier

 
EINLEITUNG Das AVort Textilien stammt von dem lateinischen Wort „textilis" \ind bedeutet „gewebt". Das Tätigkeitswort „texeie" wird entsprechend mit „weben" übersetzt. Unter Textilien verstellen wir alle Waren, die aus Fasern oder Fäden durch Sjoinnen, Zwirnen, Weben, AVirken, Stricken, Häkeln, Filieren, Flechten, Klöppeln oder durch Verfilzen zu einer Fläche zusammengefügt bzw. zusammengehalten werden. ])ie „Textilien" umfassen also alle Garne und Zwirne, alle Meterwaren, wie Stoffe jeder Art, und die daraus durch Säumen...
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EINLEITUNG Das AVort Textilien stammt von dem lateinischen Wort „textilis" \ind bedeutet „gewebt". Das Tätigkeitswort „texeie" wird entsprechend mit „weben" übersetzt. Unter Textilien verstellen wir alle Waren, die aus Fasern oder Fäden durch Sjoinnen, Zwirnen, Weben, AVirken, Stricken, Häkeln, Filieren, Flechten, Klöppeln oder durch Verfilzen zu einer Fläche zusammengefügt bzw. zusammengehalten werden. ])ie „Textilien" umfassen also alle Garne und Zwirne, alle Meterwaren, wie Stoffe jeder Art, und die daraus durch Säumen abgepaßten Stücke, z. B. Teppiche, Gardinen, Haus-, Küchen- und Tischwäsche. Auch alle ,,konfektionierte", d. h. bereits fertiggestellte, genähte und mit Zutaten versehene Ware, wie Ober- und Unterbekleidungsstücke, werden Textilien genannt. Alle Qualitätsanforderungen in bezug auf Aussehen, Wärmehaltevermögen, Hfiltbarkeit, Gefälligkeit, Elastizität und Griffigkeit sind von dem ursprünglichen Rohstoff abhängig. Die modernen Veredelungsarbeiten verbessern aber nicht nur das Aussehen der W^are, sondern sie erhöhen auch z. B. durch Wasserabstoßvermögen, Mottensicherheit und Feuerfestigkeit deren Gebrauchswert. Während man am Anfang des 20. Jahrhunderts zur HersteUung von Textilwaren noch ausschließlich Faserstoffe verwendete, die in der Natur in mehr oder weniger gebrauchsfertiger Form vorkommen, ist der Markt in den letzten Jahrzehnten von einer großen Anzahl wertvoller Chemiefaserstoff-Erzeugnisse belebt worden. Das ist darauf zurückzuführen, daß die Produktion an tierischen und pflanzlichen Fasern nicht mehr ausreichte, um den erhöhten Anforderungen auf dem Textilsektor und dem steigendsn Bsdarf gerecht zu werden. Deshalb unterscheiden w4r heute zwei Hauptgruppen von Rohmaterialien, nämlich die Naturfasern und die Chemiefasern. Í In der weiteren Untergliederung sind die natürlichen Textilrohstoffe eingeteilt in pflanzliche, tierische und mineralische Faserstoffe. Die Chemiefasern dagegen finden ihren Ursprung in organischen und anorganischen Grundstoffen, weshalb sie früher auch als halb- und vollsynthetisch bezeichnet wurden. Synthese heißt: Zusammenfügvmg einzelner Teile zu einem Ganzen. Unter den Naturfasern gibt es nur die Seide, die von vornherein aus einem langen ,,Faden" besteht, während alle anderen in der Natur anfallenden Rohstoffe in Form von Fasern vorkommen und erst durch Spinnen zu einem Faden zusammengedreht werden müssen. Alle Chemiefasern können dagegen sofort als Fäden in jeder Feinheit, z. B. Kunstseiden, oder als Fasern, z. Ii. Zellwolle, in beliebiger Länge (Stapel) hergestellt werden. Sie bestanden zuerst nur aus organischen Grundstoffen pflanzlicher oder tierischer Herkunft. Man hatte Verfahren entwickelt, um aus den Pflanzen,

Termékadatok

Cím: Textilwarenkunde für Verkäufer [antikvár]
Szerző: Otto Baier
Kiadó: Fachbuchverlag
Kötés: Vászon
Méret: 180 mm x 230 mm
Otto Baier művei
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