Bővebb ismertető
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«Theater heute» stellte die folgenden Fragen:
Wie sieht die Zukunft des Stückeschreibers aus? Halten Sie es u jJ^ einem Theater-Theater, das Autoren, von neuen Stücken, erneuert werden kann - oder «f/J Lr nu noch keine fertigen Texte, nur noch Vorlagen und Szenarien benutzt, Keine Wirklichkeits-Zitate (die es selbst produziert)?
S» fc habe. S,. i. (A» —«
arbeiten Sie gerade?)
™en Sie sich als Autor isoliert vom Theater? Wenn ja, fühlen Sie sich wohl dabei?
Ist Stückeschreiben ein «einträgliches Geschäft»? nhotiewitz
Auf den nächsten Seiten antworten zwölf Dramatiker. Außerdem schrieben Rolf Hochhuth und Peter 0. Chotjewitz heftige Schilderungen Ihrer Situation, die wir einschieben.
der
Die Zukunft
^Schreiber
Edward Albee
Man versudit, das Theater immer wieder dem, dem es eigentlich gehört, nämlidi dem Stückesdirei-ber, wegzunehmen. Die Kritiker betreiben das sowohl wie das Publikum — beide aufgrund ihrer Subjektivität und ihrer besitzergreifenden Theorien. Doch auch Regisseure und Schauspieler sind nidit damit zufrieden, daß sie die handwerklich Ausführenden sind. Obwohl Theaterstücke auch Literatur sind, könnte ich mir die Möglichkeit eines Theaters vorstellen, in dem der Stückeschreiber nur eine zweitrangige Rolle inne-
hat, was, wenn man die Qualität der meisten heutzutage geschriebenen Stücke betraditet, kein großer Verlust wäre. Trotzdem, eben weil ich jedes Experiment und jede Theorie sdiätze, die die Möglidi-keit der theatralischen Erfahrung erweitert, muß die Kunst des ge-sdiriebenen Wortes und seine Theaterwirksamkeit letztlich die Qualität eines Stückes bestimmen. 2.
Idi konnte jedem meiner elf Stücke eine gewisse Sympathie bewahren, und ihre Qualität beurteile icJi ziemlidi oft entgegengesetzt zur allgemeinen kritisdien Meinung. Mit «entgegengesetzt» meine ich nidit, idi beurteilte sie besser — nur anders. Augenblicklich arbeite ich an zwei Stücken, im einen davon sind zwei der Rollen keine Menschen. Im anderen Stück halte ich alle Figuren für Menschen.
3.
Vom augenblicklichen kommerziellen Theater — ja; vom Theater als einer Kunstform — nein.
4.
Dazu kann ich nichts sagen. Es ist das einzige, was idi wirklich kann, und deshalb macht es mir
Arthur Miller
1.
Bevor ich meine Meinung über die Zukunß des StUckeschreibers äußern kann, muß ein Blids auf die jüngste Vergangenheit geworfen werden, damit die heutige Situation des Stückeschreihens verständlich wird.
Ich kann die europäische Situation nicht beurteilen, hier in Amerika jedoch, besonders in New York, wurden seit etwa zehn Jahren Shows, die sich mehr auf Improvisation als auf gesdjriebenen Text gründen, üblid}. Da es sehr viel mehr Schausoieler als niederge-
schriebene Rollen gab, wurde in der Praxis aus der Not eine Tugend. Stüdeesdfreiber gaben den Schauspielern oft unfertige Manuskripte oder Szenenausschnitte, die von den Schauspielern durch Improvisation vervollständigt wurden. Ich darf hinzufügen, daß zu dieser Zeit keine Rede etwa von einer neugeschaffenen Kunstform war, und sicherlich kam niemand auf den Gedanken, Improvisation generell höher einzuschätzen als einen vorgefertigten Text. Außerdem wurde seit einem halben Jahrhundert die Notwendigkeit des Regisseurs erkannt, so daß diese Entwicklung auch als das letzte Stadium in diesem Prozeß verstanden werden muß. Denn jetzt, bei diesen improvisierten Shows, konnte der Regisseur sowohl die Position des Autors einnehmen wie auch seine eigene Funktion erfüllen. Man sollte sich auch klarmachen, daß es zu keiner Zeit in keinem Land eine ausretdjende Anzahl von Stüdzeschreihern gab. Sie waren notorisch Mangelware. Das
durch die Gesellsdjaftse-xplosion vermehrte Publikum verlangte nach mehr Shows und nad) mehr ernsten Stücken, so daß eine Me-