Bővebb ismertető
Vorwort
Wer wissen will, warum sich das Theater allen Unkenrufen zum Trotz in der Kulturlandschaft behauptet, findet in diesem »Schnellkurs Theater« vielleicht eine Erklärung. »Schnellkurs« bedeutet: Dieses Buch möchte kurz und anschaulich über Werden und Gegenwart des Theaters informieren und mit den vielfältigen Erscheinungsformen der darstellenden Kunst in aller Welt bekannt machen. Es erzählt von fernöstlichen Schaukünsten und abendländischer Dramatik, vom wechselvollen Schicksal der Schauspielkunst in Zeiten des Kirchenbanns und staatlicher Zensur, vom Glanz der höfischen Theaterfeste und vom Elend der Wanderkomödianten, von der bürgerlichen Sehnsucht nach einem ungebundenen Künstlerdasein und dem revolutionären Drang nach Uberwindung der Grenzen zwischen Kunst und Leben.
Theaterbegeisterte vor und hinter der Rampe erfahren etwas über die Entwicklung der Bühnenformen und Kostüme, über Schauspieltechnik und Regie, Showbusiness und Avantgarde, über Skandale, Diven, Prinzipale und natürlich auch über die Autoren des Theaters.
Dieses Buch ersetzt freilich keinen Schauspielführer, denn nicht die dramatische Literatur steht hier im Rampenlicht, sondern das Gesamtkunstwerk, zu dem sich darstellendes Spiel, Text, Musik, Bild und Raum vereinigen. Statt einer Aufzählung zahlloser Fakten möchte es - ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben - einen Uberblick über die Ereignisse und Persönlichkeiten bieten, die in einer Epoche jeweils ausschlaggebend für den Wandel der Ästhetik und den Fortschritt des Theaterwesens waren.
Ein ergänzendes Glossar, eine Übersicht über die wichtigsten Theaterarchive und -museen sowie ein weiterführendes Literaturverzeichnis weisen den Weg zur vertiefenden Beschäftigung mit der Welt des Schauspiels.
Den besten »Schnellkurs Theater« absolviert man freilich im Theater selbst. Kein Sachbuch kann die faszinierende Begegnung von Spielern und Publikum ersetzen oder den flüchtigen Zauber der vergänglichsten aller Künste einfangen. Darum hat dieses Bändchen seinen eigentlichen Zweck erfüllt, wenn es den Leser ins Theater lockt.
Andrea Gronemeyer