Bővebb ismertető
Vorwort
Theaterbuch Berlin will über alles informieren, was es an (und am) Theater in Berlin gibt. Richtiger: an Theaterleben - denn natürlich geht es, wie am Inhaltsverzeichnis zu sehen ist, nicht allein um die einzelnen Bühnen oder Schauspieltruppen. Organisationen und Vereine, Theaterpolitik und Theatergeschichte, Amateure und Profis, Ausbildung oder Besuch werden gleich wichtig genommen. Theater besteht für dieses Buch auch erst recht nicht nur aus dem, was die Staatlichen oder Boulevard-Bühnen treiben, sondern aus der ganzen Breite entsprechender Aktivitäten vom Kudamm bis Kreuzberg und von Animation bis Zirkus. Zwischen zwei Buchdeckeln soll nichts ausgelassen werden, was in Berlin mit Theater zu tun hat.
Als Berlin-Buch, das dennoch kein Berlin-Image ,verkaufen' will, ist das Theaterbuch Berlin für keine bestimmte Zielgruppe gedacht. Letztlich wendet es sich an den interessierten Praktiker oder die unternehmungslustige Berlin-Besucherin ebenso wie an die aufs Nachschlagen beruflich angewiesene Journalistin oder den aufgeschlossenen Abonnenten. Leser wie diese im Auge, wird u.a. der Versuch unternommen, ein Stück Stadt-, Theater- und Sozialgeschichte mit unserer gesellschaftlichen und künstlerischen Wirklichkeit von heute zu vermitteln. Es versteht sich am Rande, daß eine solche Darstellung anstreben muß, zwischen neutraler Wiedergabe von Fakten und subjektiver Interpretation ihren schwierigen Kurs zum Wohl des Theaters zu steuern. Mit einem bloßen Bühnen-Baedeker möchte das Theaterbuch Berlin ebensowenig verwechselt werden wie etwa mit einem sternchenvergebenden Guide Michelin der Schauspielkunst.
Kein Vorbild zu haben, macht eine Arbeit wie diese schöpferisch und schwierig zugleich - und läßt (vorläufig) bestimmt einiges lückenhaft, manches vielleicht sogar falsch bleiben. Auch betritt man ja mit dem Theater stets ein Gebiet heikler persönlicher Betroffenheiten, eines von Sensibilität und Eitelkeit - auf dem, bei der zwangsläufigen Verkürzung von Zusammenhängen und der Auswahl von Namen, die Fettnäpfchen nur so herumstehen. Recht machen kann man es in Fragen künstlerischer Bewertung immer nur einem Teil. Im übrigen sind Betroffene und Kritiker freundlich gebeten, Verbesserungsvorschläge, Kritik und andere Anregungen an Verlag oder Autor zu adressieren. Nach einer Phase der Erprobung soll das Buch möglichst bald in verbesserter und aktualisierter Form neu aufgelegt werden.
Lesebücher wie dieses verdanken ihre Brauchbarkeit immer der Arbeit vieler. Ohne jeweils ausdrückliche Nennung wurden so z.B. zahlreiche Quellenwerke der Berlin- und der Theaterliteratur benützt, ja ausgebeutet. Viele andere Mithilfe habe ich in Theatern, bei Gruppen, Institutionen usw. erfahren - aber natürlich auch bei den unmittelbaren Mitarbeitern des Buchs, vor allem durch Uschi Endriß als Redakteurin. Es bleibt mir nur der Dank an sie alle und der Wunsch, daß sich aller Anstrengungen gelohnt haben mögen.