Bővebb ismertető
Das Thema Revolution ist hierzulande plötzlich wieder aktuell, nachdem es lángere Zeit durch die revolutionáren Nachkriegsgeschehnisse in Osteuropa diskreditiert war. Es mag eine noch offene Frage sein, wie viel realer Gehalt der jetzigen Diskussion innewohnt. Auf keinen Fali aber sollte man sich den Horizont der Urteilsbildung durch die bundesrepublikanische Szenerie begrenzen lassen, wenn Bewegungen zur Diskussion stehen, für die ein globaler MaEstab keine Übertreibung ist. In der protestantischen ökumene jedenfalls ist Revolution - in den verschiedensten Bedeutungsvarianten - das meistverhandelte Thema auf annáhernd allén Kontinenten. Im gleichen Mafie, in dem die Vorherrschaft der westlichen Traditionskirchen zugunsten aktiver Partizipation der Christen Asiens, Afrikas und Südamerikas zurücktritt, verstárkt sich eine Thematik, die nicht an der Bewahrung tradierter Bestánde und am Ausgleich innerhalb des Gewordenen orientiert ist, sondern die Aufgabe der Christenheit als weltveránderndes Handeln in den Perspektiven von Zukunft auszudrücken sucht. Die protestantische ökumene stellt eine übernationale und überkontinentale öffentlichkeit mit überkirchlicher Tendenz dar. Hier können die politischen und gesellschaftlichen Konflikte verschiedener Erdteile vor einem gemeinsamen Forum zur Darstellung gebracht werden. Schlagartig ist diese neue Konstellation auf der Genfer Weltstudienkonferenz für Kirche und Gesellschaft im Sommer 1966 sichtbar geworden. Es handelte sich um die erste grofie ökumenische Konferenz, auf der nicht die etablierten Kirchen reprásentiert waren, sondern die Christen und die christlichen Gruppén, die unmittelbarer in ihre Gesellschaften verstrickt sind. Nicht die Sprache der Institutionen, welche Antworten auf Fragen bereit habén müssen, prágte den Denkstil, sondern das Aufwerfen von Fragen, für die es noch keine Antworten gibt. Der vielschichtige Begriff der Revolution hat dabei eine zentrale Funktion erlangt. Um ihn kristallisierten sich die durchaus