Bővebb ismertető
VORWORT
Der zweite Teilband der Theologie des zweiten Korintherbriefes hält sich an die in der Einführung des Gesamtbandes entwickelte Planung. So wenig im ersten Teilband ein theologischer Begriff zur genaueren Untersuchung ausgesondert wurde, der nicht für die engverflochtene Doppelthematik des ersten Briefteüs, nämlich Apostolat und christliches Sein, bedeutsam ist, so streng blieben auch für die beiden ersten Kapitel des neuen Halbbandes (=Kap. VII u. VIII), die das theologische Gut der Kollektenkapitel und des Schlussteüs des Briefes aufarbeiten, die jeweüs in diesen beiden Brief teilen vorfindlichen grossen theologischen Motive verpflichtend. Wie im ersten Band wurde auch im zweiten die zu leistende Hauptarbeit, die ordnende Darstellung und eindringende Durchdenkung der Theologie dieser grossen Themen (die im Untertitel des Bandes genannt sind), nicht auf dem Weg freischwebender Intuition abgewickelt, sondern durch sorgfältiges Abtasten des Bodens nach allen verfügbaren Beiträgen grundgelegt. Es macht den Reiz und die Schwierigkeit des Schlussteils aus, dass sein Verständnis weithin gebunden bleibt an die vorgängige Klärung scheinbar rein formaler, in Wirklichkeit mit dem Wesen der schriftstellerischen Absicht Pauli verbundener Vorfragen. Zu der verschiedenen Beantwortung dieser Fragen in der heutigen Exegese war mit aller erforderten Gewissenhaftigkeit Stellung zu nehmen. Wenn dem Schicksal des Begriffs der apostolischen Vollmacht in der Entwicklung der ausserkatholischen Theologie- bj^trächtlicher Räum gewidmet wurde, so ist das gewiss auch vom gegenwartsbedingten ökumenischen Interesse her begründet. Es rechtfertigt sich aber auch schon aus ganz schlichter exegetisch-bibeltheologischer Erfahrung: In diesen theologischen Anschauungen haben sich exegetische Urteüe über die biblische Vertretung des Begriffs niedergeschlagen, und ein guter Teü dieser Urteüe geht gerade dadurch fehl, dass der biblische Befund durch Nichtbeachtung des aus 2 Kor einschlägigen Textgutes verschleiert wird. Umgekehrt beeinflussen die nämlichen Urteile, nachdem sie einmal für weite Kreise Traditionswert gewonnen haben, mit psychologischer Notwendigkeit immer wieder auch störend die exegetische Urteilsbüdung.