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VORWORT
Zu Beginn der achtziger Jahre wurde anlässlich von „Tischgesprächen" österreichischer, deutscher und ungarischer Rechtshistoriker die Idee zur Mitteleuropäischen Rechtshistorikerrunde geboren. Mitteleuropa wird von uns in der Affassung von M. Kundéra als Symbiose von Kultur und Schicksal verstanden. Dieser Bedeutungsinhalt aber wird vielleicht genauer durch die Konrád-sche Interpretation ausgedrückt. „Von politischem Gesichtspunkt aus existiert weder Europa noch Mitteleuropa. Nur Ost und West gibt es. Wenn es Mitteleuropa nicht gibt, dann gibt es auch kein Europa Da Mitteleuropa nur über Virtualität verfügt, nur über eine ideale Wirklichkeit, aber keine Macht-Wirklichkeit verfügt, ist das Ganze nur eine Illusion. — Aber: Wir befinden uns hier im Donau-Becken auf einer lang andauernden garden party. Wir spazieren mit dem Glas in der Hand umher, stossen an und sehen diese Illusion vor uns, dieses Nichts, das es dennoch gibt — die gemeinsame Aura des zerstückelten Körpers."
Zur Realisierung dieser Entsheidung kam es 1992 in Veszprém. Die erste Konferenz der Mitteleuropäischen Rechtshistorikerrunde wurde vom Verband der Budapester Universitäten zusammen mit der Verwaltungshochschule, der Fakultät für Staats — und Rechtswissenschaften der ELTE und der Ungarischen Akademie der Wissenschaften veranstaltet.
Das erste Thema der Arbeitssitzung lieferte — mit den Worten von István Bibó — der Untersuchungsanspruch einer der grössten und im Wert am bleibendsten gesellschaftsorganisatorischen Tätigkeiten des gesamten westlichen Kulturkreises. Die Entwicklung der Trennung der Machtzweige, die die Garantie für die verfassungsmässige Durchsetzung der Menschenrechte darstellen, das ausgezeichnete Terrain der theorie- und institutions-geschichtlichen Forschungen. Das wurde auch durch das der Konferenz