Bővebb ismertető
VorwortTrotz des sich vertiefenden Interesses der Psychologen für die Persönlichkeitsforschung gab es bislang kein Sammelwerk, das die verschiedenen in der Gegenwart aktuellen Theorien detailgerecht referierte. Das vorüegende Buch soll diesem Mangel abhelfen, indem es einen gedrängten und doch umfassenden Überblick über die großen zeitgenössischen Persönüchkeitslehren bietet. Der Leser findet Gelegenheit, sich sowohl ein genaueres Bild der einzelnen Forschungsrichtungen zu verschaffen, als auch der Lektüre der originalen Quellen vorzuarbeiten, deren Verständnis durch die systematisierenden Abrisse erleichtert werden dürfte. Das Niveau der Darstellungsmittel ist dabei der Unterweisung an Hochschulen angemessen. Wir haben die Hoffnung, daß dieses Buch auf dem Gebiet der Personologie (bzw. Charakterologie) eine ähnliche Funktion erfüllen kann wie Hilgard(/Bower)s .Theorien des Lernens' in jenem Bereich.Am Anfang unseres Unternehmens stand die Frage, welche Lehren in ein Kompendium der Persönlichkeitstheorien überhaupt aufgenommen werden sollten. Ist es schon nicht einfach, genau zu definieren, was eine Theorie der Persönlichkeit konstituiert, so kommt man noch schwerer zu einer Übereinkunft darüber, welche dieser Theorien die bedeutendsten sind. Wie im ersten Kapitel ausgeführt ist, sind wir bereit, jede allgemeine Theorie des Verhaltens als eine Persönlichkeitstheorie zu akzeptieren. Maßgebend für die Beurteilung der Wichtigkeit war uns in erster Linie der Grad, in dem eine Theorie die psychologische Forschung und Begriffsbildung beeinflußt hat. In dieses komplexe Urteil ging indessen das Kriterium der Unterscheidbarkeit mit ein. Wenn zwei oder mehr Theorien uns den Anschein großer Ähnlichkeit erweckten, haben wir sie entweder in einem einzigen Kapitel behandelt oder uns auf eine von ihnen, unter Ausschluß der anderen, konzentriert. Unter Voranstellung dieser beiden groben Auswahlprinzipien wird es wohl kaum Einwände gegen die aufgenommenen Theorien geben. Dagegen dürfte hinsichtlich unserer Entscheidung, gewisse Theorien von der Besprechung auszuschließen, weniger Einmütigkeit herrschen. Erwähnenswert unter den Auslassungen sind McDougalls Hormische Psychologie, die sog. Rollentheorie (Sarbin 1954), Guthries Kontiguitätstheorie, Tolmans Purposivistischer Behaviorismus und einige der jüngst entwickelten Positionen wie die von David McClelland, Julian Rotter und George Kelly.Ursprünglich hatten wir geplant, sowohl die Hormische als auch die Rollentheorie aufzunehmen, doch mußte wegen Platzmangels die Anzahl der Kapitel beschränkt werden, und diese beiden glaubten wir am ehesten entbehren zu