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in so fragwürdiger Gestalt
„Die ganze Welt kennt Klaus Mann, den Sohn von Thomas Mann. Wer ist übrigens Thomas Mann?"^ Das ist unverkennbar der Tonfall des jungen Bertolt Brecht, aus einer Polemik im Berliner „Tagebuch" vom Jahre 1926 gegen den „beliebten Repräsentanten" ^ und die Jugendsünden seines schriftstellernden und schauspielernden Sohnes Klaus. Also: Wer ist übrigens Thomas Mann? Die Frage scheint doch wohl im Ernst nicht ganz unberechtigt bei einem Autor, der gelegentlich notierte: Lauter Persönlichkeiten! Ich glaube, ich bin keine. Man wird sich an mich so wenig erinnern wie etwa an Proust."^ - was hinwiederum schließlich ein seltsamer Satz ist für einen, der ein Leben lang der Maxime folgte, daß ich nur von mir zu erzählen brauche, um auch der Zeit, der Allgemeinheit die Zunge zu lösen.^ Dabei war sich der Autor eines möglichen Auseinanderklaifens von ursprünglicher Absicht und selbständiger Wirkung des Kunstwerkes durchaus bewußt. Einen Widerspruch von Boheme als sozialer Unordentlichkeit, in Leichtsinn, Humor und Selbstironie aufgelöstem schlechtem Gewissen im Verhältnis zur bürgerlichen Gesellschaft und ihren Anforderungen einerseits und andererseits der überpersönlichen Würde der Kunst empfand er als Problem.5 Damit hat also der Interpret von Thomas Manns Büchern, will er sie autobiographisch deuten, zu rechnen. Er wird sich auch nicht unbedingt auf die zahlreichen direkten Aussagen des Dichters, auf die vielfache Anstrengung des Begriffs zum Zwecke der Selbstinterpretation verlassen dürfen.® Thomas Mann warnt ihn: „Almost too good to be true" hat ein englischer Kritiker, Philip Toynbee, die politische Haltung genannt, die ich seit 30 Jahren einnehme. Er tat es in einem „Observer"-Artikel, "The Isolated World Citizen", - bloßen 700 Worten, die das Richtigste sind, was in England - und viel-
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