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Zu diesem Buch
Thymian und Steine ist die Lebensgeschichte einer Frau, die
auf einem langen und schwierigen Weg der Bewusstwerdung
zu einer Botschafterin der palästinensischen Sache geworden
ist. Mit ihrem Bericht will sie nicht eine weitere Analyse des
Nahostgeschehens leisten, sondern vielmehr versuchen, die
weitgehend unbekannte Realität der palästinensischen Er-
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fahrungswelt und die tiefgreifenden Veränderungen in der palästinensischen Gesellschaft darzustellen. Sumaya Farhat-Naser wird so zur Sprecherin und Zeugin ihres Volkes, das 1948 seine Heimat verlor und in alle Welt zerstreut wurde. Ihre Erfahrungen lassen uns am palästinensischen Alltag im Westjordanland vor und nach der Besetzung von 1967 teilnehmen - an einem anhaltenden Zustand der Entrechtung und der Demütigung, der 1987 in der Intifada explodierte.
Die israelische Lebenswelt dagegen erscheint in dieser Geschichte in der Einseitigkeit und Feme, die durch die Bedingungen der Besatzungssituation gegeben sind und die aufzubrechen Sumaya Farhat-Naser als Voraussetzung einer wirklichen Friedenslösung sieht: „Wir haben gar keine andere Wahl, als einen gemeinsamen Weg zu finden."
Dass es keine andere Wahl gibt, das ist auch die Botschaft israelischer Friedenskräfte, die seit mehr als zwanzig Jahren versuchen, Israel aus der nahöstlichen Isolation herauszuführen: Das Trauma der Vergangenheit habe im jungen Staat Israel zu einer Weltsicht geführt, die jede Annäherung an die arabisch-palästinensischen Nachbarn, aber auch an die Palästinenser im eigenen Land verhindere und zudem die Nahost-