Bővebb ismertető
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Die späte Abendsonne warf seidigen Glanz auf die Wellen des Flusses. Am Ufer drangen ihre Strahlen wie goldne Speere durch die Zweige der immergrünen Eichen, und in dem lang herabhängenden graugrünen Spanischen Moos raunte der Wind wie ein leiser Unterton zu den lauten Rufen der Bootsleute.
Während die Männer das Flachboot festmachten, lehnte Judith sich über den Seitenrand und wusch einige Tücher und ein Paar braungelber Nankinghosen ihres Vaters aus. Es war schwer, Kleider im Fluß zu säubern. Wie eifrig man audi reiben mochte, immer hatten sie einen gelblichen Schein, wenn sie getrocknet waren. Welche Erleichterung würde es doch sein, wenn diese lange Reise endlich vorüber wäre und sie sich wieder wie zivilisierte Menschen angesiedelt hätten. Wie wundervoll würde es sein, wieder einen Brunnen mit klarem Wasser und einen großen Herd zum Kochen zu haben!
Die Männer banden das Boot mit Stricken an einem Baum fest, und Judiths Bruder machte sich daran, ein Feuer am Ufer zu entzünden. Ihr Vater schickte die Leute dann fort, um nach Wild Ausschau zu halten.
Das Boot tanzte in der Strömung leicht auf und ab. Judith breitete die Tücher und die Hose auf dem Deck aus, damit sie trocknen sollten, und machte sich selbst zum Abendessen fertig. Sie kämmte das Haar durch, das goldbraun und widerspenstig war wie der Strom, und nachdem sie die Zöpfe aufgesteckt hatte, band sie ein frisches Tuch um die Schultern. Ihre Mutter war schon mit dem Dreifuß an Land gegangen. Judith nahm die Kochtöpfe und folgte ihr.
Die Männer hatten gedörrten Mais, Bohnen und in Streifen geschnittenes getrocknetes Wild ans Ufer gebracht. Judith mischte Mais und Bohnen und schüttete Wasser dazu. Als sie