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Wir können uns heute gar nicht mehr vorstellen, wie das Leben auf der Erde wáre ohne Haustiere. Hundert Fragen drángten sich auf: Woher náhmen wir unsre Kleidung? Was würden wir essen? Wer lieferte uns Milch? Oder Honig? Miiíken wir wohl jeden Tag auf die Jagd gehen und mühsam den Tieren nachstellen, deren Fleisch wir essen wollen? Was wáre, wenn dem Haus der treue Wáchter, dem Blinden der sichere Begleiter fehlen würde? Wer trüge den Gebirgsvölkern die Lasten über unwegsame Höhen? Ein Leben ohne Haustiere - nein, das wáre allém Fortsdhritt und allén Errungenschaften der Technik, der Physik und der Chemie zum Trotz heute wohl nahezu unmöglich. Und doch hat es in grauer Vorzeit ohne Haustiere gehen müssen, bis erst einmal Mensch und Tier sich zueinanderfanden. Man darf sich nicht vorstellen, die Záhmung sei von heute auf morgen geschehen. Nein, wir müssen mit jenen Jahrhunderten, ja Jahrtausenden rechnen, die in der Entwicklung unserer Erde wieder nur Bruchteile von Sekunden bedeuten! Die Tiere, mit denen sich etwa der Mensch der Steinzeit anfreundete, waren auch in ihrem Aussehen und ihrem Wesen den Haustieren von heute gar nicht immer sehr áhnlich; die Záhmung durch den Menschen - Domestikation nennen sie die Wissenschaftler - hat den Organismus oder die Gestalt des Tieres mehr oder weniger verándert, je nachdem, wieviel Jahrtausende oder Jahrhunderte seit den Zeiten verstrichen sind, in denen sich der Mensch mit ihm verband. Wenn aber Charles Darwin in seinem