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Prolog
Donnerstag, 8. Mai 2008, 2S.30 Uhr (Ortszeit) Kensington, London
Professor Paul Landon, einer ganzen Studentengeneration als »Doktor Lava« bekannt, eilte durch das Erdgeschoss der Royal Geographical Society hinaus in die Dunkelheit der weitläufigen, von hohen Bäumen gesäumten Exhibition Road. Hier reihte sich, südlich vom Hyde Park, ein Groiimuseum an das andere.
An den breiten, marmorgrauen Eingangsstufen des Gebäudes legte er eine kurze Pause ein, dort, wo vor ihm schon viele bedeutende Männer gestanden hatten - Polarforscher wie Robert Scott oder Ernest Shackleton, Edmund Hillary, der Erstbezwinger des Mount Everest, und Lord Hunt, der Führer dieser historischen Expedition im Jahre 1953.
Wie Landon waren sie namhafte Mitglieder dieser weltweit bekannten Geografischen Gesellschaft gewesen, und wie er hatten sie dort am Stehpult eine ganze Reihe Aufsehen erregender Vorlesungen gehalten. Und wie auch bei ihm war der Hörsaal bis zum Bersten gefüllt, und die Zuhörer waren vom Vortrag gefesselt. Der wesentliche Unterschied zwischen diesen großen Abenteurern des 20. Jahrhunderts und »Lava« Landon bestand allein im Thema der Vorlesung. Wo Scott und Shackleton, Hillary und Hunt ihr Publikum mit atemberaubenden Erzählungen über die Kunst des Überlebens in eisiger Käfte zu fesseln wussten, hatte der Redner heute in Grauen erregenden Details über das bevorstehende Ende der Welt gesprochen. Natürlich ohne sich auf ein genaues Datum festzulegen! Wie alle Koryphäen der Geophysik rechnete auch Professor Landon in angenommenen Zeitspannen von rund 10 000 Jahren.
Die kommende Katastrophe würde nach seiner Ansicht in etwa 7000 Jahren eintreten. »Aber letztlich«, so fügte er hinzu, »kann es