Bővebb ismertető
Vorwort
Topographische Anatomre ist eine Synthese der systematischen Anatomie. Sie lehrt den Aufbau von Regionen und Körperhöhlen nach den räumlichen Beziehungen der Organe oder verschiedener Organsysteme zueinander. Soweit sie für den Arzt bei der Diagnostik und Therapie dienlich ist, wird sie auch angewandte oder praktische Anatomie genannt.
Mit dem vorliegenden Taschenbuch habe ich mich bemüht, aus der großen Fülle anatomischer Fakten eine Auswahl zu treffen, die den Bedürfnissen des angehenden und des praktisch tätigen Arztes entsprechen soll. Dabei galt es, zwei Dinge zu berücksichtigen: 1. den realen Zeitfonds der Studenten und 2. die Anforderungen der klinischen Fächer. Über letztere versuchte ich, mich durch eine Umfrage bei allen Ordinarien der Medizin unserer Universität zu informieren. Das Ergebnis dieser Umfrage ist bemerkenswert. Wenn ich alle an mich herangetragenen Wünsche und Vorstellungen über die anatomischen Kenntnisse, die man von einem Studenten in den klinischen Semestern erwartet, hätte verarbeiten wollen, dann wäre die vorliegende Lektüre kein Taschenbuch, sondern ein Handbuch der topographischen Anatomie geworden.
Die Auswahl des hier gebotenen Stoffs erfolgte im wesentlichen nach praktischen Gesichtspunkten, wobei ich mich immer bemüht habe, auf die klinischen Anwendungsbereiche hinzuweisen. Die Darstellungen der Regionen erfolgen in der Regel von außen nach innen, so, wie auch präpariert, untersucht oder operiert wird. Die Beschreibungen gehen zum Teil über die äußeren Grenzen einer Region hinaus, besonders da, wo es notwendig erscheint,, anatomische Zusammenhänge aufzuzeigen. Kurze textliche oder bildliche Übersichten geben dabei Anknüpfungspunkte zur systematischen Anatomie. Zur Veranschaulichung und Ergänzimg des Textes wurde das vorliegende Taschenbuch mit zahlreichen Bildern ausgestattet. Diese dienen hauptsächlich didaktischen Zielen und sollen keine anatomischen Atlanten ersetzen. Aus diesem Grund wurden auch alle Abbildungsvorlagen in Strichmanier ausgeführt. Um den Bildern einen möglichst hohen Informationsgehalt zu geben und ihre Anzahl in Grenzen zu halten, haben wir zahlreichen Darstellungen Bildausschnitte beigefügt.
Die anatomischen Bezeichnungen erfolgten ausnahmslos nach den inzwischen mehrfach überarbeiteten PNA (Pariser Nomina Anatomica). Da jedoch im üblichen Sprachgebrauch zahlreiche anatomische und klinische Begriffe mit