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Erstes Kapitel
»Fernand, ich bitte dich, hör endlich auf, hin- und herzurennen!«
Ravinel blieb am Fenster stehen und schob den Vorhang zur Seite, Der Nebel war dichter geworden. Um die Lampenkandelaber, die den Quai beleuchteten, war er gelb, unter den Gaslaternen der Straße aber grünlich. Manchmal wallte und wirbelte er wie schwerer Rauch, und manchmal wurde er zu Wasserstaub, zu feinem Regen, dessen Tröpfchen in der Luft glitzerten. Das Vorschiff der Smoelen mit den erleuchteten Bullaugen tauchte undeutlich zwischen den Nebelschwaden auf. Wenn Ravinel stillstand, hörte man ein Grammophon spielen; es mußte ein Grammophon sein, denn jedes Musikstück dauerte ungefähr drei Minuten. Dann eine kurze Pause, während dii Platte umgedreht wurde, und die Musik setzte von neuem ein. Sie kam von dem Frachtdampfer herüber.
»Riskant!« meinte Ravinel. »Und wenn nun jemand auf dem Schiff Mireille ins Haus kommen sieht?«
»Unsinn!« sagte Lucienne. »Die wird sich vorsehen . Und außerdem, es sind doch Ausländer. Selbst wenn die was sehen - was werden sie schon groß erzählen!«
Mit dem Ärmel wischte er die Scheibe ab, die sich von seinem Atem beschlagen hatte. Sein Blick schweifte über das Gitter des winzigen Vorgartens; links sah man blasse Lichtpünktchen und seltsame Konstellationen roter und grüner Lichter; die roten hatten die Form kleiner Zahnrädchen und erinnerten an Kerzenflammen in der Tiefe einer dunklen Kir-
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