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Johannes Brahms - Tragische Ouvertüre für Orchester/Tragic Overture for Orchestra [antikvár]

Tragische Ouvertüre für Orchester/Tragic Overture for Orchestra [antikvár]

Johannes Brahms

 
Vorwort Wie die Akademische Festouvertüre op. 80 komponierte Johannes Brahms auch seine Tragische Ouvertüre op. 81 im Sommer 1880 in seinem damaligen Feriendomizil in Ischl. Bei der Tragischen Ouvertüre griff Brahms auf früheres Material zurück: Vom Schluß des Expositionsteils (T. 120-184) existiert eine Skizze aus den sechziger Jahren, die möglicherweise für ein sinfonisches Projekt bestimmt war. Brahms selbst betrachtete seine beiden Ouvertüren als ein gegensätzliches Werkpaar. Das zeigt seine knappe Charakterisierung im Brief...
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Vorwort Wie die Akademische Festouvertüre op. 80 komponierte Johannes Brahms auch seine Tragische Ouvertüre op. 81 im Sommer 1880 in seinem damaligen Feriendomizil in Ischl. Bei der Tragischen Ouvertüre griff Brahms auf früheres Material zurück: Vom Schluß des Expositionsteils (T. 120-184) existiert eine Skizze aus den sechziger Jahren, die möglicherweise für ein sinfonisches Projekt bestimmt war. Brahms selbst betrachtete seine beiden Ouvertüren als ein gegensätzliches Werkpaar. Das zeigt seine knappe Charakterisierung im Brief an Carl Reinecke vom 7. Oktober 1880: „Die eine weint, die andre lacht". Dem Komischen in op. 80 steht das Tragische in op. 81 gegenüber. Bei beiden Ouvertüren hatte Brahms Mühe, befriedigende Titel zu finden. Der Akademischen Festouvertüre beließ er den ursprünglichen Titel, obwohl er seinem Freund Bernhard Scholz geschrieben hatte: „Der Name gefällt mir nicht grade, fällt Dir ein andrer ein?" Anders bei der Tragischen Ouvertüre. Am 28. August 1880 heißt es in einem Brief an Theodor Billroth: „Die .Akademische' hat mich noch zu einer zweiten Ouverture verführt, die ich nur eine ,Dramatische' zu nennen weiß - was mir wieder nicht gefällt. Früher gefiel mir bloß meine Musik nicht, jetzt auch die Titel nicht, das ist am Ende Eitelkeit - ?" Im Brief an Bernhard Scholz vom 17. September 1880 nannte Brahms das Werk „eine .dramatische' oder .tragische' oder ,Trauerspiel-Ouvertüre'". Zu der von Hans Richter geleiteten Uraufführung am 26. Dezember 1880 im Wiener Musikvereinssaal hatte die Ouvertüre dann den endgültigen Titel gefunden. Im Januar und Februar 1881 dirigierte Brahms die Tragische Ouvertüre in verschiedenen deutschen und holländischen Städten aus dem Autograph. an dem er als Resultat dieser Erprobungen noch diverse Verfeinerungen vornahm. Im März desselben Jahres schickte er die handschriftliche Partitur an seinen Verleger Fritz Simrock nach Berlin. Dort wurden Partitur und Stimmen im Juli 1881 veröffentlicht. Es ist darüber gemutmaßt worden, ob Brahms die Tragische Ouvertüre im Hinblick auf ein bestimmtes Theaterstück konzipierte. Die Erwägung, die Komposition Trauerspiel-Ouver-türe" zu nennen, kann zu einer solchen Überlegung veranlassen. Max Kalbeck. Brahms' Biograph und Freund, war sich sicher: „Nicht für den Konzertsaal, für das Theater und sein Orchester ist sie berechnet. Die Musik bietet dem Dichter ihre Dienste an, ohne seine Kreise zu stören. Sie möchte den zerstreuten Geist des Zuschauers sammeln, ihn aufmerksam, fähig und geneigt machen, erhabene Gegenstände der tragischen Poesie in sich aufzunehmen." Kalbecks Vermutung, „daß die ,Tragische Ouvertüre' einmal eine Faust-Ouvertüre war oder werden sollte", bleibt allerdings eine unbewiesene Spekulation. Hypothetisch ist auch Eduard Hanslicks Überlegung, die er in einer Werkbesprechung anläßlich der Wiener Uraufführung äußerte: Wenn wir uns durchaus für eine Tragödie entscheiden müßten, welche mit Brahms' Ouvertüre einzuleiten wäre, so würden wir wohl .Hamlet' nennen." Brahms hat durch den Verzicht auf den erwogenen Titel Trauerspiel-Ouvertüre" dem Bestreben entgegengewirkt, den musikalischen Gehalt des Werkes auf ein bestimmtes literarisches Sujet oder gar eine bestimmte Dichtung festzulegen. Als Konzertouvertüre stellt das Werk „selbständige musikalische Gedanken, Themen hin, aus welchen mit der den Componisten charakterisierenden strengen Logik das Ganze sich organisch entwickelt." Die dichte thematische Arbeit, die Eduard Hanslick mit diesen Worten anspricht, gibt der Komposition ein sinfonisches Gepräge.

Termékadatok

Cím: Tragische Ouvertüre für Orchester/Tragic Overture for Orchestra [antikvár]
Szerző: Johannes Brahms
Kiadó: Breitkopf & Härtel
Kötés: Tűzött kötés
Méret: 170 mm x 230 mm
Johannes Brahms művei
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